Neues Recht

Im April wurde der rechtliche Rahmen für Leiharbeit neu festgelegt. Wird jetzt alles besser?

Was die Branche wirklich benötigt, diskutieren Betriebsräte auf der Betriebsrätekonferenz im September: Mehr 


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Formell. Non-formal. Anders.

Ein wenig in der Freizeit am Auto rumgeschraubt und schon ausgebildeter KFZ-Mechatroniker_in? So einfach ist es nicht. Doch es gibt Wege informelle Qualifikationen anerkennen zu lassen.

Welche? Darüber diskutieren wir auf unserer Tagung

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Wendepunkt

Nächstes Jahr wird zum ersten Mal ein umfassendes, globales Abkommen über die Migration entwickelt – der Global Compact on Migration der UN.

Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, erläutert in seinem Kommentar im Forum Migration, warum das zu einem Wendepunkt für die Zukunft der Migration werden kann.

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Gnadenlos

In der EU wird das sogenannte Mobilitätspaket verhandelt. Die Stärkung des Sozialen  werde „gnadenlos der Liberalisierung des Binnenmarktes untergeordnet“, sagte DGB Vorstandsmitglied Stefan Körzell.

Was dahinter steckt? Hier mehr

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Einstellungssache

Sei können den Weg eines Kindes massiv beeinflussen: Lehrerinnen und Lehrer. Eine neue Studie brachte nun Überraschendes zu ihren Einstellungen zu Migrantinnen und Migranten zu Tage.

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News + Termine: Forum Migration 09-17

01.09.2017

Jobcenter: Zu wenige Ausbildungsplätze für Geflüchtete 

Die Jobcenter haben von der deutschen Wirtschaft mehr Mut und Risikobereitschaft bei der Beschäftigung von Flüchtlingen gefordert. Matthias Schulze-Böing, Mitglied im Sprecherkreis des Bundesnetzwerks Jobcenter, sagte der in Düsseldorf erscheinenden „Wirtschaftswoche“, es gebe bei Arbeitgebern eine „Diskrepanz zwischen der öffentlich bekundeten Unterstützung der Integration von Flüchtlingen und dem praktischen Handeln vor Ort.“ Der Chef des Offenbacher Jobcenters sagte, die Zahl der angebotenen Praktikums- und Ausbildungsplätze reiche bei Weitem nicht aus. Flüchtlinge könnten aus Sicht der Jobcenter zudem deutlich besser gefördert werden. Dafür forderte das Netzwerk mehr eigene Kompetenzen bei Sprachkursen, die bislang beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) liegen. „Die bestehenden Vergabe- und Einkaufsverfahren bei BAMF und BA sind schwerfällig und überkomplex“, sagte Schulze-Böing. „Wenn die Jobcenter das vor Ort organisieren würden, könnte es besser funktionieren.“ Vor allem die Verknüpfung von Deutschkursen mit Praxiserfahrungen und beruflicher Qualifizierung funktioniere nach wie vor zu schlecht.

Integrationskurse: Anbieter müssen lange auf ihr Geld warten

Die Anbieter von Integrationskursen müssen mitunter mehr als drei Monate auf ihr Geld warten. Wegen der stark gestiegenen Zahl von Kursteilnehmer_ innen komme es vor allem in Berlin zu einer Überschreitung der vorgeschriebenen Abrechnungsfristen, heißt es in der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Parlamentarische Anfrage der Grünen. In dem Papier werden zwei Träger aus Berlin aufgeführt, deren Abrechnungen eine durchschnittliche Bearbeitungsdauer von mehr als 100 Tagen aufwiesen. Eigentlich sollen die Träger binnen eines Monats vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ihr Geld erhalten. Das Innenministerium versicherte, die Berliner Regionalstelle werde inzwischen von Abrechnungskräften aus der BAMF-Zentrale in Nürnberg unterstützt. Allerdings finden sich in der Liste auch zwei Anbieter aus Niedersachsen, die im Schnitt über 80 Tage auf ihr Geld warten mussten.

Nordrhein-Westfalen: Neues Portal für Hochschulzugang von Flüchtlingen

Nordrhein-Westfalen hat ein neues Internet-Portal für Geflüchtete eingerichtet, die in dem Land studieren möchten. Diese Internetseite soll eine Orientierungshilfe sein, Interessierte finden hier Informationen sowie Telefonnummern und Kontaktadressen der zuständigen Ansprechpartner_innen in den Hochschulen.

http://bit.ly/2vNLmmJ

Fast jeder zweite abgelehnte Asylbewerber klagt

Immer mehr Asylbewerber_innen klagen gegen die Ablehnung ihrer Anträge beim Bundesverfassungsgericht. Wegen der zahlreichen Asylverfahren sind die Verfassungsbeschwerden insgesamt im ersten Halbjahr wieder gestiegen. In den ersten sechs Monaten reichten Kläger demnach 2.912 Verfassungsbeschwerden in Karlsruhe ein, das waren 51 mehr als im Vergleichszeitraum 2016. Während dabei die Eingänge beim ersten Senat im ersten Halbjahr um 62 Fälle zurückgingen, waren es beim zweiten Senat 113 Klagen mehr – vor allem wegen des „signifikanten“ Anstiegs der Asylrechtsklagen beim zweiten Senat des Gerichts. Dabei wandten sich Asylbewerber_ innen gegen die Ablehnung ihres Asylbescheids und drohende Abschiebung, wenn sie zuvor bei den Fachgerichten – etwa den Verwaltungsgerichten – gescheitert waren.

EU-Flüchtlingsverteilung: Auch Ungarn und Slowakei sollen aufnehmen

Auch Ungarn und die Slowakei müssen sich nach Ansicht des Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof (EuGH) an der Verteilung von Flüchtlingen in der EU beteiligen. Dies geht aus den Schlussanträgen des Generalanwalts Yves Bot hervor. Ungarn und die Slowakei hatten gegen die im September 2015 vom EU-Rat beschlossene Verpflichtung geklagt, sich an der Verteilung und Aufnahme von weit mehr als 100.000 Flüchtlingen aus den Hauptankunftsländern Italien und Griechenland beteiligen zu müssen. Bot empfahl nun, die Klagen abzuweisen, weil das Abkommen „wirksam und in verhältnismäßiger Weise“ dazu beitrage, dass Griechenland und Italien die Folgen der Flüchtlingskrise von 2015 bewältigen können. Mit dem Beschluss sollten Italien und Griechenland von den anderen EU-Mitgliedern dabei unterstützt werden, die Notlage durch den plötzlichen Zustrom von Flüchtlingen besser zu bewältigen. Der Beschluss sieht eine Umsiedlung von Flüchtlingen vor, die einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt haben, über den noch nicht endgültig entschieden wurde.

Neu erschienen: Broschüre zu Geflüchtete in Bildung und Arbeit

Eine neue Sonderausgabe des Online-Magazins denk-doch-mal.de gibt einen Einblick in die konkrete Praxis der Beratung, Unterstützung und Begleitung von Geflüchteten in Ausbildung und Beschäftigung. Dies reicht von der Unterstützung beim Familiennachzug, über die Klärung des Aufenthaltsstatus, der Anerkennung beruflicher Abschlüsse bis hin zur Zusammenarbeit mit Jobcentern und Arbeitsagenturen. denk-doch-mal.de wird von der IG Metall und ver.di herausgegeben.

http://bit.ly/2vPJIzk

Mentor_innenausbildung für Grundbildung und Alphabetisierung in der Arbeitswelt 

Nord
Teil I: 01. bis 02. September 2017
Teil II: 15. bis 16. September 2017
Veranstaltungsort: Hannover

Sachsen und Berlin-Brandenburg
Teil I: 15. bis 16. September 2017
Teil II: 22. bis 23. September 2017
Veranstaltungsort: ARBEIT UND LEBEN Sachsen, Geschäftsstelle Dresden

Bayern/Baden-Württemberg
Teil I: 06. bis 07. Oktober 2017
Teil II: 13. bis 14. Oktober 2017
Veranstaltungsort: DGB Bildungswerk Bayern, München

Nordrhein-Westfalen
Teil I: 10. bis 11. November 2017
Teil II: 17. bis 18. November 2017
Veranstaltungsort: DGB Tagungszentrum Hattingen

Rheinland-Pfalz/Saarland und Hessen-Thüringen
28. bis 30. November,
Veranstaltungsort: Saarbrücken/Kirkel

Grundlagenseminar im Rahmen der Ausbildung zur betrieblichen Fachkraft Anerkennung
03. bis 08. September 2017
Veranstaltungsort: IG BAU Bildungsstätte Steinbach/Taunus

Aktive im Themenfeld Migration gewinnen: Mit Medieneinsatz mobilisieren, weiterbilden, organisieren
07. September 2017
Veranstaltungsort: DGB Tagungszentrum Düsseldorf

Mediale Sprache und Vielfalt
19. September 2017
Veranstaltungsort: DGB Tagungszentrum Düsseldorf

Medien in der Bildung nutzen. Die Praxis ausrechtlicher Sicht
04. Oktober 2017
Veranstaltungsort: München 

Unterstützung von Auszubildenden mit Fluchterfahrung im Betrieb
04. bis 05. Oktober 2017 Veranstaltungsort: Ökohaus Frankfurt

Faire Mobilität: Ausbeutung und Lohndumping verhindern. Methodenworkshop für Teamer_innen und Referent_innen.
06. bis 08. Dezember 2017
Veranstaltungsort: München

Infos und Anmeldung für alle Veranstaltungen: http://bit.ly/1Jv9okq

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration September 2017" entnommen.