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Bild: Kopfillustration mit dem Logo von Migration-Online und dem DGB Bildungswerk

Wettbewerbe

24.06.2003

Wettbewerbe bieten die Möglichkeit ein Thema aus der Praxis einer großen Öffentlichkeit vorzustellen. So können Jugendliche veranlasst werden, sich über Fremdenfeindlichkeit in Deutschland Gedanken zu machen und so einen ersten Anstoß erhalten, sich mit der Thematik auseinander zu setzen. Oder es können bestehende Beispiele, in den Chancengleichheit praktiziert oder gegen Fremdenfeindlichkeit aktiv vorgegangen wird, vorgestellt werden und damit ein Nachahmungseffekt erzielt werden. Auch in kleineren Bereichen können solche Wettbewerbe eine enorme Wirkung haben.

Hier werden einige Wettbewerbe näher erläutert. Weitere Hinweise auf Wettbewerbe nehmen wir gerne auf!

Allgemeine AnsprechpartnerInnen finden sich unter der Rubrik Informationen/Beratungsangebote.

Beispiele:

Aktiv für Demokratie und Toleranz

Ziel
Nachahmbare Aktivitäten werden gesammelt und empfohlen.

Zielgruppe
AkteurInnen Nachahmbare Aktivitäten werden gesammelt und empfohlen.

Inhalt
Zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen setzen sich ideenreich und engagiert gegen Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus sowie Diskriminierung und für den Respekt verschiedener Kulturen ein.
Mittels eines Wettbewerbs werden gelungene Projekte gesammelt und ausgewählte finanziell unterstützt. Dabei geht es nicht darum, die "einzigartige" Aktion aufzuspüren, sondern die Vielfalt und die Breite der Konzepte aufzeigen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden auf der Internet-Seite präsentiert und können als pdf herunter geladen werden.

Kontakt
Bündnis für Demokratie und Toleranz
- gegen Extremismus und Gewalt
Leiter der Geschäftsstelle
Herr Wolfgang Arnold
Bundeshaus Berlin
Bundesallee 216-218
10719 Berlin
Tel. 030/2363-4081, 4082
Fax 030/2363-4083
E-Mail: buendnis@bundeshaus.bund

Aktiv für Demokratie und Toleranz

 

Betriebe für Toleranz

IG Metall / Verband der Bayerischen Metallindustie / Augsburg / Der

Wettbewerb lief bis zum 18. Mai 2001.

Ziel
Jugendliche bis zu 25 Jahren sollen Toleranz in ihrem Betrieb umsetzen.

Zielgruppe
Teilnehmen konnten Jugendliche bis zu 25 Jahren aus örtlichen Unternehmen.

Ablauf
Die Jugend- und Auszubildenvertretungen (JAV) verschiedener Augsburger Unternehmen machten mit verschiedenen Aktionen auf den Wettbewerb aufmerksam. Sie verteilten zum Beispiel "Mohrenköpfe" an die Belegschaft. Die JAV der DASA baute ein "Tor der Toleranz", durch das die Belegschaft gehen musste. Die MAN-Azubis stellten in der Kantine einen Korb mit internationalen Esswaren auf -Motto: "Du isst international, Du bist international" und verschickten an alle 140 Geschäftsstellen eine Resolution in 140 Sprachen.

Betriebe für Toleranz

Für den Wettbewerb warben IG Metall und Arbeitgeber mit provokanten Plakaten., z.B. mit einem "Türkenkoffer"-Plakat. Motto: "Schon mal nachgedacht, wo der Fremdenhass beginnt?" Es sollten alltäglich benutzte Begriffe wie "Türkenkoffer", "Mohrenkopf" oder "Zigeunerspieß" problematisiert werden, die Menschen diskriminieren.

 

 

Kontakt
DGB Augsburg
Neuburger Straße 40
86167 Augsburg
Tel. 0821-72 08 90
Fax. 0821-72 08 950
E-Mail: augsburg@igmetall.de www.igmetall.de/nachrichten/rechtegewalt/augsburg.html

Materialien
Die Plakate können unter www.igmetall.de/nachrichten/rechte_gewalt/augsburg.html heruntergeladen werden.

 

DGB Jugend Nord

Verein für Demokratie und Toleranz Mecklenburg-Vorpommern e.V. / bunt statt braun 

jährlich seit 1999

Ziel
Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit

Zielgruppe
Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre - einzelne Leute und Schulklassen, Auszubildende und Arbeitslose

Ablauf
Die DGB-Jugend Nord rief zusammen mit verschiedenen Organisationen und Privatpersonen am 27. Januar 1999 in Wöbbelin den Kinder- und Jugendpreis „Bunt statt Braun“ ins Leben. Jugendliche setzen sich seitdem künstlerisch mit der Problematik von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auseinander. Sie können dabei ihre Umsetzung sehr vielfältig gestalten: so wurden beispielsweise Gedichte geschrieben, Filme gedreht, Bilder gemalt. Auf der Internet-Seite sind Anmeldemöglichkeiten und auch frühere Preisträger zu finden.

Kontakt
DGB-Jugend Nord
Verein für Demokratie und Toleranz
Mecklenburg-Vorpommern e.V
Eckdrift 83
19061 Schwerin
Tel. 0385 - 63 83 210
Fax: 0385 - 63 83 211
www.bunt-statt-braun.de

DGB Jugend Nord

 

Chance NRW

Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit der Arbeitsverwaltung, Kommunen, Kammern, deutsche und ausländische Arbeitgeber, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Volkshochschulen und Migrantenvertretungen / 2002 / Der Wettbewerb soll auch im Jahr 2003 fortgeführt werden.

Ziel
Erfolge junger MigrantInnen in der Arbeitswelt sollen ins Blickfeld gerückt werden, um so mehr Akzeptanz in Betrieben und Verwaltungen zu erreichen. Daher wurden gute Beispiele aus der Arbeitswelt gesucht, die andere Betriebe und MigrantInnen zur Nachahmung anregen, wobei besonderer Wert auf die Übertragbarkeit gelegt wurde.

Zielgruppe
Junge AussiedlerInnen, junge Menschen mit ausländischen Pass und eingebürgerte Jugendliche aus Zuwandererfamilien bis 25 Jahren.

Ablauf
In die engere Auswahl des Wettbewerbes kamen 21 Jugendliche und sechs Betriebe. Bei der Auswahl der Jugendlichen spielten die Aufenthaltsdauer in Deutschland und ihre schulischen oder beruflichen Erfolge eine Rolle.

Kontakt
Ministerium für Arbeit und Soziales, Qualifikation
und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen
Frau Teixera
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf
Telefon-Hotline
C@ll
NRW: 01803/100 110 9 Cent pro Minute, montags bis freitags 8 bis 18 Uhr
Tel. 0211-86 18 50
Fax: 02 11-86 18 5 44 44
E-Mail: postelle@masqt.nrw.de
www.chance.nrw.de

Chance NRW

Kreativ statt primitiv

DGB Saar

Ziel
Auseinandersetzund mit Fremdenfeindlichkeit

Zielgruppe
Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre – einzelne Personen und Schulklassen, Auszubildende und Arbeitslose

Ablauf
Der DGB Saar hat den Wettbewerb „kreativ statt primitv“ 2001 zum ersten Mal durchgeführt. Auch für das 2002/2003 gibt es eine weitere Ausschreibung. Die Jugendlichen sind aufgefordert, Bilder, Videos, Websites oder was sie sonst noch so gestalten würden zum Thema „kreativ statt primtiv“ einzuschicken. Es können Einzelwerke oder Gruppenwerke in vier verschiedenen Altersgruppen (bis 10 Jahre, 11–15 Jahre, 16–19 Jahre, 20–25 Jahre) abgegeben werden.

Auf der Internetseite können sich Interessierte über die Teilnahme-bedingungen informieren. Als besonderen Clou bietet die Seite den Versand von digitalen Postkarten, die für den Wettbewerb werben.

Kontakt
DGB Saar Thomas Schulz Fritz-Dobisch-Str.5 66111 Saarbrücken Tel.: 0681 / 40001-23 Fax: 0681 / 40001-20 Mobil: 0177 / 6848990 E-Mail: thomas.schulz@dgb.de www.dgb-saar.de/kreativ/htm/index1.htm

Kreativ statt primitiv

Wir steh’n auf.... Toleranz!

IG BCE Jugend / Start: 1. Mai 2002-11-26 Einsendeschluss: 30. April 2003

Ziel
Durch den Wettbewerb sollen möglichst viele regionale Projekte für Toleranz initiiert werden.

Zielgruppe
Der Wettbewerb richtet sich an Jugendliche und auch an Erwachsene. Jedwede Beteiligung ist erwünscht.

Ablauf
Wir stehn’n auf... Toleranz! ist eine bundesweite Kampagne für mehr Toleranz, gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit. Die Teilnehmenden werden aufgefordert, das Kampagnen-Motto umzusetzen, d.h. sich für Toleranz zu engagieren. Dabei soll der Begriff der Toleranz selbst entwickelt werden und in den Projektablauf einfließen. Die Umsetzung des Mottos ist dabei völlig frei gestellt. So können beispielsweise Videofilme gedreht, Skulpturen gebaut oder auch eine Antidiskriminierungsvereinbarung verhandelt werden. Bei der Prämierung wird zu gleichen Teilen das Produkt, wie auch der Entstehungsweg bewertet.

Der Wettbewerb wird begleitet von einem Aktionsbus, der ab dem 1.
Juli 2002 durch alle Bezirke der IG BCE fährt. Es werden Meinungen zum Thema eingesammelt und zur Erstellung des weltweit größten Posters werden Fotos von Teilnehmenden gemacht.

Kontakt
IG BCE Abteilung Jugend
Königsworther Platz 6
30167 Hannover
Tel. 0511-76 31 219
Fax. 0511-76 31 768
E-Mail: abt.jugend@igbce.de
www.igbce-jugend.de

 

Allgemeine Information zu Migration Online