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Bild: Kopfillustration mit dem Logo von Migration-Online und dem DGB Bildungswerk

Kampagnen, Projekte

24.06.2003

Projekte gehen gezielt gegen Benachteiligungen vor. Dabei kann ihre Ausrichtung völlig unterschiedlich sein. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Ziel ist die Verstärkung der Chancengleichheit von MigrantInnen in der Arbeitswelt. So ist z.B. die Ausbildungsquote von Jugendlichen mit Migrationshintergrund geringer als von vergleichbaren deutschen Jugendlichen.

Einseitig auf den deutschen Kulturhintergrund ausgelegte Einstellungstests, die Nicht-Anerkennung von vergleichbaren ausländischen Qualifikationen oder auch verdeckte Vorurteile bei der Auswahl der BewerberInnen verhindern dies. Dabei bieten gerade junge MigrantInnen ein erhebliches Potential: sie sind meist zweisprachig aufgewachsen und kennen sich nicht nur in einer Kultur gut aus. Gezielte Projekte können hier erste Denkveränderungen herbeiführen und dazu beitragen, die Ausbildungsquote von jungen MigrantInnen zu erhöhen.

Allgemeine AnsprechpartnerInnen für Informationen zu Aktionen finden sich unter der Rubrik Informationen/Beratungsangebote.

Einzelne Beispiele:

Aktionsformen für die Arbeitswelt
DGB Bildungswerk

seit November 2001

Ziel
Durchsetzung der Gleichbehandlung ethnischer Minderheiten und die Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und jeglicher Form von Diskriminierung.

Zielgruppe
MigrantInnen, Akteure, MultiplikatorInnen

Ablauf
Das Projekt Aktionsformen für die Arbeitswelt umfasst vier Aktionsformen: „Kommunikation von ‚Good Practice Beispielen’ in der Arbeitswelt; ein „Kombiniertes Medienpaket Film/Video für die Anti-Rassismus-Arbeit“, „MultiplikatorInneninformation, - sensibilisierung und –qualifizierung“ sowie „Fremdenfreundliche (öffentliche) Betriebe und Verwaltungen“. Es wurden umfassende Sensibilisierungen und Qua-lifizierungen von betrieblichen und überbetrieblichen AkteurInnnen mit Interkulturellen Trainings, Anti-Rassismus-Trainings, Arbeitsrecht, Betriebsverfassungsrecht sowie europäisches, internationales und nationales Anti-Diskriminierungsrecht entwickelt. Daneben wird durch die Newsletter „Aktiv gegen Rassismus“, „Datendienst“ und „Mediendienst“ Infor-mationen zu Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit in der Arbeitswelt der Öffentlichkeit vermittelt. Sie können, wie auch die Seminare und der inzwischen aufgebaute Filmverleih, auf der Internet-Seite eingesehen werden. Ebenso angelaufen ist inzwischen die Aktionsform „Fremden-freundliche öffentliche Betriebe“, die eine Qualifizierung von öffentli-chen Betrieben und Verwaltungen umfasst.

Kontakt
DGB Bildungswerk e.V.
Bereich Migration und Qualifizierung
Hans-Böckler-Straße 39
40476 Düsseldorf
Tel. 0211-43 01 141
Fax. 0211-43 01 134
E-Mail: migration@dgb-bildungswerk.de
www.migration-online.de

 

«Ausländische» Betriebe bilden aus
Aktion Courage

seit 1997

Ziel
UnternehmerInnen ausländischer Herkunft sollen den Nutzen eines Ausbildungsplatzes für den eigenen Betrieb erkennen.

Zielgruppen
UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund

Ablauf
In dem Projekt wird die Einrichtung und Betreuung von Ausbildungsplätzen in Betrieben von Unternehmern mit Migrationshintergrund initiiert und unterstützt. Es werden gezielt geeignete Betriebe angesprochen und über das duale Ausbildungssystem, die Voraussetzun-gen zur Ausbildereignung und Fördermöglichkeiten informiert. Zudem werden den Unternehmen die Vorteile des Angebots eines Ausbildungsplatzes dargestellt. Die Unternehmen werden bei der Erfüllung bürokratischer Formalien und bei der Suche nach Auszubildenden unterstützt.

Kontakt
Aktion Courage e.V.
Herr Andreas Steiner
Kaiserstraße 201
53113 Bonn
Tel. 0228-21 30 61
Fax. 0228-26 29 78
E-Mail: info@aktioncourage.org
www.aktioncourage.org

 

Demokratie macht Schule
DGB Nord

2000

Ziel
Aufklärung über Rassismus

Zielgruppe
Jugendliche, Lehrkräfte

Ablauf
DGB Landesbezirk Nord startete im Jahr 2000 mit der Entwicklung des Programms „Demokratie macht Schule“ ein Aufklärungs- und Informationsangebot für Berufsschulen in Norddeutschland.  Berufstätige Jugendliche sollten über Rassismus aufgeklärt werden. Lehrkräfte erhielten einen Katalog mit Materialien, mit dem sie mehrere Unterrichtsstunden oder auch mehrere Seminartage gestalten konnten.

Kontakt
Der Norden gegen Rechtsextremismus
DGB Landesbezirk Nord
Herr Alfons Grundheber-Pilgram
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
Tel: 040/28 58-207
Fax: 040/28 58-299
E-Mail: alfons.grundheber-pilgram@dgb.de
www.getup-der-norden-gegen-rechts.de

 

Fremdenfreundliche öffentliche Betriebe und Verwaltungen - FöBeV
DGB Bildungswerk

Ziel
Interkulturelle Qualifizierung in Verwaltungen und öffentlichen Betrieben

Zielgruppe
MitarbeiterInnen in öffentlichen Verwaltungen und Betrieben

Ablauf
Im Rahmen des Xenos-Projektes „Aktionsformen für die Arbeitswelt – afa“ steht die Aktionsform „Fremdenfreundliche öffentliche Betriebe und Verwaltungen“. Das Projekt zielt auf eine interkulturelle Öffnung öffentlicher Betriebe und Verwaltungen, um Menschen mit Migrationshintergrund Zugang zur Beschäftigung zu erleichtern, und verbindet damit auch Schritte, die dazu dienen, besser auf Kunden mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund eingehen zu können.

Mit dem Projekt bietet der Bereich Migration und Qualifizierung des DGB Bildungswerkes öffentlichen Betrieben und Verwaltungen ein interkulturelles Training und eine Begleitung des Qualifizierungsprozesses über drei Jahre an. Gleichzeitig erhalten die Teilnehmenden auf einer jährlich stattfindenden Tagung die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen, die an der Qualifizierung teilnehmen.

Inhaltlich ist die Qualifizierung darauf ausgerichtet, Wissen über andere Kulturen zu erlangen. So sollen kulturell bedingte Verhaltensweisen als solche erkannt und respektiert werden.

Kontakt
DGB Bildungswerk e.V.
Bereich Migration und Qualifizierung
Hans-Böckler-Straße 39
40476 Düsseldorf
Tel. 0211-43 01 141
Fax. 0211-43 01 134
E-Mail: migration@dgb-bildungswerk.de
www.migration-online.de

 

Start in den Beruf
Initiative des Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V. – BAVC, IG BCE, Unterstützungsvereins der chemischen Industrie, UCI

2000

Ziel
Schulabgänger, denen die Voraussetzungen für die Aufnahme einer Ausbildung fehlen, sollen durch ein Förderprogramm zur Ausbildung qualifiziert oder in das Berufsleben eingegliedert werden. Primäres Ziel ist die Qualifizierung für eine anschließende Berufsausbildung.

Zielgruppe
Jugendliche bis zum vollendeten 20. Lebensjahr, die an Start-Maßnahmen von mindestens sechs Monaten bis maximal zwölf Monaten Dauer teilnehmen. Dies gilt für Maßnahmen, die ab dem 1. Juli 2000 vereinbart werden.

Ablauf
An der Initiative nehmen Jugendliche teil, die sich bei Betrieben beworben haben und dann die Kriterien zur Aufnahme in die Ausbildung nicht erfüllten. Bis zur Hälfte der tariflichen Vergütung nach dem Tarifvertrag zur Förderung der Integration von Jugendlichen kann der Unterstützungsverein der chemischen Industrie den Jugendlichen ab dem 1. Oktober 2000 als Hilfe zum Lebensunterhalt gewähren. Bis zum 20. September 2003 beträgt die Unterstützungsleistung die Hälfte der tariflichen Vergütung. Die freiwillige Maßnahme der Betriebe beruht auf einem Tarifvertrag.

Start in den Beruf

Kontakt
UCI - Unterstützungsverein der chemischen Industrie
Postfach 5763
65047 Wiesbaden
Tel. 0611-74 2 86
Fax. 0611-97 00 98 16
E-Mail:service@uci-wiesbaden.de

BAVC Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
Postfach 1280
65002 Wiesbaden
Tel. 0611-77 88 10
Fax. 0611-77 88 123
E-Mail: info@bavc.de

IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Postfach 3047
30030 Hannover
Tel. 0511-76 31 633
Fax. 0511-76 31 768
E-Mail: abt.beruflichebildung@igbce.de

 

Zeichen setzen! Integration macht Schule
Die Bahn / Stiftung der Deutschen Wirtschaft für Qualifizierung und Kooperation – sdw / Xenos – Leben und Arbeiten in Vielfalt

Das Projekt hatte eine Vorbereitungsphase ab 1. Oktober 2001 Auftaktveranstaltung 09. September 2002 / Laufzeit drei Jahre
Pilotphase von September 2002 in den Bundesländern Berlin und Hessen, ab 2003 werden sieben weitere Bundesländer in das Projekt einbezogen.

Ziel
Ziel des Projektes ist die soziale und berufliche Integration von MigrantInnen. Akteuren in Schule und Ausbildungen sollen Handlungskompetenzen vermittelt werden, damit sie sich in ihrem Umfeld gezielt für ein fremdenfreundliches Klima einsetzen können. Zudem sollen durch konkrete Hilfestellungen und Anregungen für eine bessere Berufswahlvorbereitung die Chancen für Jugendliche mit Migrationshintergrund beim Eintritt in die Arbeitswelt erhöht werden.

Zielgruppe
Lehrkräfte, SchülerInnen, AusbilderInnen und Auszu-bildende

Ablauf
Kern des Projektes bilden Schulungseinheiten für Akteure aus den Bereichen Schule und Ausbildung (Lehrkräfte, SchülerInnen, AusbilderInnen und Auszubildende). In Trainings werden die Handlungskompetenzen im Bereich „Präventive Maßnahmen gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt“ sowie die Sensibilisierung für fremde Kulturen erlernt und konkrete Problemlösungsstrategien in Konfliktsituationen diskutiert. Neben den Trainings wird eine CD-ROM mit zielgruppenspezifischen Unterrichtsmaterialien und Informationen zu Integration und Berufsorientierung erstellt sowie der Informationsaustausch verstärkt.

Kontakt
Stiftung der Deutschen Wirtschaft
Frau Marika Müller
Poststraße 4-5
10178 Berlin
Tel. 030-278 906 15
Fax. 030-278 906 55
E-Mail: mueller@sdw.org

Deutsche Bahn AG
Frau Ursula Weber
Koppenstraße 3
10243 Berlin
Tel. 030-297 36 811
Fax. 030-297 36 814

www.zeichen-setzen.com

 

ZWH-Projekt "Konfliktmanagement und interkulturelle Kommunikation für Ausbilder in Betrieb, Bildungszentrum und Berufsschule"
Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk

August 2001 bis Juli 2004

Ziel
AusbilderInnen im Betrieb, überbetrieblichen Bildungsstätten und Berufsschulen sollen Hilfestellungen und Instrumente an die Hand gegeben werden, um untereinander und mit anerkannten Experten Konflikte aufzuarbeiten und interkulturelle Kommunikation zu verstärken.

Zielgruppe
BerufsschullehrerInnen, AusbilderInnen, Multiplikator-Innen in der Bildungsarbeit, Auszubildende

Ablauf
In dem Xenos-Projekt wird eine modulare Seminarreihe zu den Themen Konfliktmanagement und interkulturelle Kommunikation entwickelt, durchgeführt und evaluiert. Zudem werden Lernortkooperationen zwischen Berufsschule, überbetrieblicher Bildungs-stätte und Betrieben initiiert und durchgeführt. In diesem Rahmen werden auch konkrete Projekte mit Auszubildenden vor Ort erarbeitet und durchgeführt. Weiterhin wird ein Internetforum als Diskussionsplattform der AusbilderInnen untereinander und als Austausch mit anerkannten ExpertInnen für Konfliktmanagement und interkulturelle Kommunikation entwickelt und eine Vernetzung der initiierten Lernortkooperation, die dem Austausch von Anregungen, Ideen und Ergebnissen der erarbeiteten Ausbildungsprojekte dient, angestrebt.

Kontakt
Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk – ZWH
Herr Dr. Thomas Brieden
Sternwartstraße 27-29
40223 Düsseldorf
Tel. 0211 - 30 20 09 28
E-Mail: tbrieden@zwh.de www.zwh.de

Zentralstelle

 

Allgemeine Information zu Migration Online