Arbeitsgruppen, Bündnisse, Netzwerke, Initiativen
- Planung und Durchführung gemeinsamer Aktionen wie Kundgebungen und Demonstrationen
- Verbesserung des alltäglichen Zusammenlebens verschiedener Gruppen
- gezielte Information durch Diskussion, Materialien und Medienarbeit
- Sicherung und Schutz für AsylbewerberInnen und Flüchtlinge
- Verbesserung der sozialen Infrastruktur
- Vernetzung und damit Schaffung von Transparenz
- Übersetzung von Materialien
Allgemeine Ansprechpartner finden sich unter der Rubrik Informationen/ Beratungsangebote.
Beispiele:
Arbeitsgruppe "Antirassismus" der ver.di Berlin/Brandenburg
Der Landesbezirksvorstand ver.di Berlin/Brandenburg hat in seiner 2. Sitzung am 10.09.01 die Einrichtung der Arbeitsgruppe "Rechtsextremismus/ Antirassismus" beschlossen. Im Oktober fand dann bereits die erste Veranstaltung mit dem Thema "Rassenunruhen in England" statt. Weiterer Angriffspunkt für die Umsetzung von Aktivitäten war die Errichtung einer Internet-Plattform, die auch als Diskussionsforum und Informationsvermittlung genutzt wird und inzwischen unter www.agrexive.de zu finden ist.
Weiterhin soll konkrete Hilfe für Betriebsräte, Personalräte, Jugendund Auszubildendenvertretungen und Betriebsgruppen angeboten werden, z.B. wenn Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen zum Thema abgeschlossen oder Betriebs- bzw. Personalversammlungen mit diesem Themenschwerpunkt durchgeführt werden sollen.
Kontakt
ver.di - Landesbezirk Berlin/Brandenburg
Arbeitsgruppe Rechtsextremismus/ Antirassismus
Köpenicker Str. 55
10179 Berlin
Tel.: 030/8631-0
Fax.: 030/8631-1999
E-Mail: lbz.bb@verdi.de
www.agrexive.de

Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit
Nach den gewalttätigen Übergriffen auf AusländerInnen in Hoyerswerda wurde im Jahr 1991 vom DGB, Landesbezirk Berlin-Brandenburg, das Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit ins Leben gerufen. Am 16. Oktober 1991 trat das Bündnis, das aus Vertretern der Regierung, der Gewerkschaften, NGOs, der Kirchen und anderen Gruppen besteht, mit einer Pressekonferenz im Berliner Rathaus mit dem gemeinsamen "Aufruf zur Wiederherstellung des inneren Friedens und zur Wahrung der Würde aller Menschen" in die Öffentlichkeit. Seitdem wirbt das Bündnis durch verschiedene Aktivitäten für Toleranz in der Gesellschaft.
So verleiht das Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit alljährlich das "Band für Mut und Verständigung" an Menschen aus Berlin und Brandenburg, die Mut und Zivilcourage bei der Verteidigung bedrohter ausländischer MitbürgerInnen bewiesen haben oder sich in jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit der Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten in Berlin oder Brandenburg gewidmet haben. Auf der Internetseite des DGB Brandenburg kann man sich über die bisherigen Preisträger informieren.
Kontakt
Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit
c/o DGB Berlin-Brandenburg
Keithstr. 1 / 3
10787 Berlin
E-Mail: buendnis@berlin-brandenburg.dgb.de
www.berlin-brandenburg.dgb.de/

Bündnis für Demokratie und Toleranz
Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt" wurde im Jahr 2000 auf Initiative der Bundesregierung gegründet.
Es bündelt Kräfte, die sich gegen fremdenfeindliche, rassistische und antisemitische Bestrebungen wenden. Dazu dokumentiert das Bündnis für Demokratie und Toleranz Beispiele zivilen Engagements und empfiehlt sie – z.B. in seinem jährlich stattfindenden Klemperer-Wettbewerb – zum Nachahmen. Schwerpunkt der Aufgaben des Bündnisses ist die Vernetzung von Gruppen, die am gleichen Thema wirken. Zudem initiiert das Bündnis auch selbst einzelhafte modelhafte Projekte und beteiligt sich an Aufklärungskampagnen. Die Arbeit des "Bündnisses für Demokratie und Toleranz" wird maßgeblich von einem Beirat gestaltet, dem Vertreter aus Regierung und Parlament, die Integrationsbeauftragte des Bundes und des Berliner Senats, Repräsentanten aus Wirtschaft, DGB, Wissenschaft, jüdischer Gemeinde und sozialen Organisationen angehören. Ein Unterstützerkreis prominenter Persönlichkeiten steht dem Bündnis zur Seite, um den Initiativen und Organisationen in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen und sich bei bestimmten Anlässen zu Wort zu melden.
Kontakt
Bündnis für Demokratie und Toleranz -gegen Extremismus und Gewalt Leiter der Geschäftsstelle
Herr Wolfgang Arnold
Bundeshaus Berlin
Bundesallee 216-218
10719 Berlin
Tel. 030/2363-4081, 4082
Fax 030/2363-4083
E-Mail: buendnis@bundeshaus.bund.de
www.buendnis-demokratie.de
get up – der Norden gegen Rechtsextremismus
Die Initiative wurde im Frühsommer 2000 auf Anregung des DGB Nord gestartet. Die Kampagne, die von allen Einzelgewerkschaften in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern durch eigene Projekte und Aktionen mitgetragen wird, hat den Charakter einer konzentrierten Aktion gegen Rechtsradikalismus. Im Rahmen der Kampagne wurden Landesregierungen beispielsweise gebeten, sich für ein Verbot von neonazistischen Organisationen einzusetzen und aktiver gegen die Bedrohungen von Rechts vorzugehen. Zahlreiche Städte, Landkreise und Gemeinden wurden angeschrieben und aufgefordert, bei Neonazi-Aufmärschen stärker als bisher die restriktiven gesetzlichen Möglichkeiten bis hin zum Verbot auszuschöpfen.
Im Sommer 2002 erschien eine Broschüre, die ausführlich über Aktionen/ Initiativen berichtet, so z.B. über den Hamburger Ratschlag, das Bündnis gegen Rechts und weitere Aktionen. Zu beziehen ist die Broschüre über den DGB Nord oder per Download im pdf-Format auf der Internet-Seite der Initiative.
Kontakt
Der Norden gegen Rechtsextremismus
DGB Landesbezirk Nord
Herr Alfons Grundheber-Pilgram
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
Tel: 040/28 58-207
Fax: 040/28 58-299
E-Mail: alfons.grundheber-pilgram@dgb.de
www.getup-der-norden-gegen-rechts.de

Hamburger Ratschlag
Im Sommer 2000 lud der DGB Hamburg erstmals Institutionen, Verbände und Einrichtungen dazu ein, bei einem „Hamburger Ratschlag für Demokratie und Toleranz – gegen Rechtsextremismus und Gewalt“ mitzumachen. Der Hamburger Ratschlag gibt Erklärungen für Toleranz heraus und organisiert verschiedene Veranstaltungen, z.B. am 12. Mai 2001 ein Fest für Menschlichkeit und am 21. Juni 2001 eine Fachtagung.
Kontakt
DGB Hamburg
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
Tel. 040-28 58 250
Fax. 040-28 58 251
hamburg@dgb.de
www.dgb-hamburg.de
Interkultureller Rat
Der Interkulturelle Rat wurde am 30. August 1994 gegründet. In ihm arbeiten Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität sowie verschiedener gesellschaftlicher Gruppen wie Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Religionsgemeinschaften, Migrantenund Menschenrechtsorganisationen, Kommunen und staatlichen Stellen, Medien und Wissenschaft zusammen. Auf Bundes-, Länderund kommunaler Ebene werden Runde Tische, Gesprächsforen oder Gremien befürwortet und initiiert, in denen an der Überwindung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt gearbeitet wird.
Darüber hinaus bildet die Vernetzung auf nationaler und europäischer Ebene einen Schwerpunkt der Arbeit, wie zum Beispiel durch die Zusammenarbeit mit der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien. Der Interkulturelle Rat veröffentlicht Argumentationshilfen und Broschüren, um über aktuelle Themen zu informieren und führt eigene Veranstaltungen wie interkulturelle Konferenzen und Fachtagungen durch. Presseinformationen und Medienarbeit tragen zur öffentlichen Bewusstseinsbildung bei.
Kontakt
Interkultureller Rat in Deutschland
Geschäftsstelle Riedstraße 2
64295 Darmstadt
Tel: 06151-339971
Fax: 06151-3919740
E-Mail: info@interkultureller-rat.de
www.interkultureller-rat.de

Keine Angst vor Deutschland
In der „Keine Angst vor Deutschland GmbH“ arbeiten die IG Metall, die „böse MädCHEn e.V.“ und die Alice Salomon Fachhochschule Berlin zusammen, um Soziotainments zu entwickeln. Soziotainments sind Veranstaltungsreihen zu gesellschafts- und sozialpolitischen Themen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. In Unternehmen werden interkulturelle Qualifizierungen angeboten. Sie umfassen z.B. die Verstärkung des Verstehens von fremden Verhaltensweisen und Kulturen.
Kontakt
Keine Angst vor Deutschland GmbH
Herr Siegfried Masson
Alte Jakob Straße 149
10969 Berlin
Tel. 030-25 37 50 55
Fax. 030-25 37 50 59
E-Mail: siegfried.masson@soziotainer.de www.keineangstvordeutschland.de

Netz gegen Rassismus, für gleiche Rechte
Das „Netz gegen Rassismus, für gleiche Rechte“ wird vom Deutschen Gewerkschaftsbund koordiniert. Ihm gehören mehr als 100 Nichtregierungsorganisationen an, die es sich zum Ziel gesetzt haben, gemeinsam gegen Rassismus einzutreten und gleiche Chancen und Rechte für alle Gruppen der Bevölkerung zu schaffen. Im Wissen um die unterschiedlichen Strukturen und Arbeitsschwerpunkte wollen sie auch die nationale und europäische Politik mitgestalten. So forderte das „Netz gegen Rassismus, für gleiche Rechte“ z.B. im Wahljahr 2002 politische Strategien gegen Rassismus.
Kontakt
DGB Bundesvorstand
Abteilung für internationale und europäische Gewerkschaftspolitik
Referat Migrationspolitik
Herr Volker Roßocha
Henriette-Herz-Platz 2
10178 Berlin
Tel. 030-240 60 342
Fax. 030-240 60 408
E-Mail: volker.rossocha@bundesvorstand.dgb.de
www.dgb.de
Verein Mach meinen Kumpel nicht an
Der gemeinnützige Verein "Mach meinen Kumpel nicht an - gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus" wurde 1986 maßgeblich von der Redaktion "ran" und der Gewerkschaftsjugend gegründet. Er hat seinen Ursprung in der Aktion "SOS racisme", die in den achtziger Jahren in Frankreich entstand.
Der Verein hat seinen Schwerpunkt in aufklärender, präventiver Tätigkeit durch Unterstützung und Anregung entsprechender Aktivitäten im Jugend-, Schul-, Sport- und Erwachsenenbereich. Das Symbol, die gelbe Hand, wurde als Aufkleber und Sticker in einer Auflage von mehr als 2 Millionen gedruckt.
Kontakt
Verein „Mach meinen Kumpel nicht an e.V.“
Geschäftsstelle DGB Bildungswerk e.V.
Bereich Migration und Qualifizierung
Hans-Böckler-Straße 39
40476 Düsseldorf
Tel. 0211-4301-193
Fax. 0211-4301-134
E-Mail: info@gelbehand.de
www.gelbehand.de

Woche der ausländischen Mitbürger / Interkulturelle Woche
Die „Woche der ausländischen Mitbürger“ ist eine Initiative der christlichen Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland, die von Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Ausländerbeiräten, Ausländerbeauftragten und deutsch/ausländischen Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen wird. Der erste »Tag der ausländischen Mitbürger « fand im Jahr 1975 statt. Das Motto lautete damals »Miteinander für Gerechtigkeit«. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach Rechtssicherheit durch ein besseres Ausländergesetz.
Bis heute ist das Eintreten für bessere politische und rechtliche Rahmenbedingungen des Zusammenlebens von Deutschen und Ausländern ein Ziel der »Woche der ausländischen Mitbürger« geblieben.
Ein weiteres Ziel war von Anfang an im persönlichen, nachbarschaftlichen Bereich durch Begegnungen und Kontakte zu einem besseren Verständnis zu kommen und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. Deshalb werden die Informationsveranstaltungen der »Woche der ausländischen Mitbürger« durch Feste und Begegnungen sowie Theater- und Filmvorführungen und Lesungen von ausländischen Künstlerinnen und Künstlern ergänzt.
Kontakt
Ökumenischer Vorbereitungsausschuss
zur Woche der ausländischen Mitbürger
Postfach 16 06 46
60069 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 23 06 05
Fax: 069 / 23 06 50
E-Mail: info@interkulturellewoche.de
info@woche-der-auslaendischen-mitbuerger.de
www.woche-der-auslaendischen-mitbuerger.de und www.interkulturellewoche.de
