Aktionen
Oder Auszubildende entwerfen Plakate zu ihren Erfahrungen mit Deutsch-Sein oder Fremd-Sein? Oder einen Ideen-Wettbewerb zu verbesserten Integrationsmöglichkeiten unter den Kollegen starten? Möglichkeiten gibt es überall! In vielen Betrieben wurden bereits Ideen verwirklicht und Erfahrungen gesammelt. Hier geben wir nur einen kurzen Einblick – wenn Sie weitere Aktionen kennen, informieren Sie uns! Wir werden gerne darüber berichten!
Auch außerhalb der Betriebe gibt es viele Möglichkeiten sich zu engagieren und mit wenig Aufwand eine Öffentlichkeit für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit zu schaffen. Wichtig ist hierbei, die aktive Einbindung örtlicher Pressevertreter, damit die Aktion nicht nur bei den Teilnehmenden bekannt bleibt, sondern einer größeren Öffentlichkeit zugänglich wird.
Allgemeine Ansprechpartner für Informationen zu Aktionen, z.B. wie sie gestaltet werden können, was beachtet werden sollte etc., finden sich unter der Rubrik Informationen/Beratungsangebote.
Aktion „Discobesuch“
DGB Jugend Nürnberg
Mit „fremdländischen Aussehen“ gibt es kaum einen Weg am Türsteher vorbei – Alltag in Deutschland, der allerdings von den Diskothekenbesitzern immer wieder bestritten wird. Die DGB Jugend Nürnberg machte die Probe auf’s Exempel: „deutsch-aussehende“ Jugendliche versuchten in eine Diskothek zu kommen, ihnen folgte eine Gruppe „ausländisch“ – sprich mit dunklerem Teint – aussehende Gruppe von Jugendlichen. Schon in der ersten Diskothek hieß es für die zweite Gruppe: „Ihr bleibt draußen!“ – angeblich sähe die Gruppe gewaltbereit aus.
Zu der Aktion wurden auch ausgewählte Medienvertreter eingeladen, die großes Interesse zeigten. Beim „etwas anderen Freitagabend“ waren 30 Kolleginnen und Kollegen der IG Metall-Jugend, des Internationalen Jugendzentrums und des DGB-Jugendausschusses dabei.
Kontakt
DGB Jugend Nürnberg/Mittelfranken
Herr Stephan Doll
Kornmarkt 5-7
90402 Nürnberg
Tel. 0911-249 16 81/82
Fax. 0911-24 916 80
E-Mail: stephan.doll@dgb.de
Benefiz-Fußballspiel Gemeinsam für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit
Aktion Courage / Vereinigung von Eltern und Freunden körperbehinderter Kinder e.V.
Am 11. Mai 2002 fand in Kornwestheim ein Benefiz-Fußballspiel zugunsten der Aktion Courage sowie der Vereinigung körperbehinderter Kinder e.V. statt. Es spielten in der einen Mannschaft der Vorsitzende der TRANSNET Norbert Hansen und zahlreiche Betriebsräte, darunter der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates Günter Kirchheim. Sie traten gegen so bekannte Spieler wie Eberhard Gienger, den ehemaligen Turnweltmeister und Helmut Haller, der ehemalige deutsche Nationalspieler sowie zahlreichen Politikern an.
Kontakt
Aktion Courage
Postfach 2644
53016 Bonn
Tel. 0228–213061
E-Mail: sos@aktioncourage.org
www.aktioncourage.org
TRANSNET
Willi-Bleicher-Straße 20
70174 Stuttgart
Tel. 0711-226 30 17
Fax. 0711-29 24 42
E-Mail: Gved.ovstuttgart@t-online.de
www.transnet.gded.de
Sensibilisierung von Auszubildenden
Stahlwerke Bremen
Auszubildende und JugendvertreterInnen der Stahlwerke Bremen führten im Rahmen ihrer Ausbildung ein betriebliches Projekt zum Thema »Rassismus unter Auszubildenden« durch. Anlass für das Projekt, das auf Vorschlag einiger Auszubildender von AusbilderInnen aufgegriffen und zum »sozialen Thema« im Rahmen der halbjährlich stattfindenden »Projektwoche für kaufmännische Auszubildende« gemacht wurde, waren Konflikte zwischen Auszubildenden unterschiedlicher Abstammung. In dem Projekt schrieben Auszubildende Karten zu den Überschriften »Die Türken sind…, die Deutschen sind…, die Russen sind…«. Die Ergebnisse wurden diskutiert und auf Plakaten im Betrieb veröffentlicht.
Bei den Stahlwerken Bremen finden regelmäßig weitere Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit statt. Es gibt auch eine Arbeitsgruppe zur Planung einer Betriebsvereinbarung gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Kontakt
Stahlwerke Bremen
Herr Celal Ugurlu
Herr Horst Meyerholz
Auf den Delben 35
28237 Bremen
Tel. 0421-6 48 0
Toleranz miteinander leben
Deutsche Post AG / Diên Hông
Im Rahmen ihres Ausbildungsseminars „Toleranz mit-einander leben“ informierten sich elf Auszubildende der Rostocker Niederlassung der Deutschen Post AG beim Verein Diên Hông über das Leben von RostockerInnen verschiedener Herkunft.
Zum bundesweiten Lehrprogramm der Deutschen Post AG gehört seit ca. sieben Jahren ein spezieller Ausbildungsaspekt den Zugewanderten.
Das Seminar gab den in der Rostocker Region lebenden jungen Menschen Einblicke in die vielfältigen und komplizierten Rahmen- und Lebensbedingungen von MigrantInnen.
Kontakt
Vietnamesische Begegnungsstätte von Diên Hông
Frau Phuong Kollath
Waldemarstr. 33
18057 Rostock
Tel. 0381-769 62 91
E-Mail: dienhongrostock@aol.com
„Uns bleibt (k)eine Wahl“
DGB Region Hanau und Offenbach
Die Rechte von MigrantInnen standen im Mittelpunkt einer Aktion der DGB Region Hanau und Offenbach. Sie wollten darauf aufmerksam machen, dass hier lebende MigrantInnen ohne deutschen Pass nicht wählen dürfen und damit die bundesdeutsche Politik nicht aktiv mitbestimmen können. Unter dem Motto „Uns bleibt (k)eine Wahl“ haben MigrantInnen am 21. September 2002 – kurz vor der Bundestagswahl – Karten zur Wahl geschrieben und sie an Luftballons hängend steigen lassen. So stiegen ca. 300 Ballons mit den Wünschen zur Wahl in die Luft. Die niedergeschriebenen Wünsche wurden am nächsten Tag in einer symbolischen Wahlurne im Rathaus überreicht.
Kontakt
DGB Main-Kinzig/Offenbach/Wetterau
Herr Arno Enzmann
Freiheitsplatz 6
63450 Hanau
Tel. 06181-2 42 16
