Ansprüche nicht einschränken

Die Bundesregierung will Ansprüche von EU-Bürger_innen auf Hartz IV einschränken. Das ist rechtswidrig, so die Einschätzungen der vom DGB beauftragten Juristinnen.

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Stipendien für Anerkennung

Baden-Württemberg und Hamburg fördern die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse mit Stipendien.

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Türkei

Wir sollten uns von den Konflikten in der Türkei nicht infizieren lassen, sagt Serhat Özdemir, freigestellter Betriebsrat bei der WEC Turmbau in Emden. 

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"Deutschland vor Richtungsentscheidung"

Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen, stellt im Forum Migration seine vier Punkte für gelinge Integration von Flüchtlingen vor. 

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Flüchtlinge als Pflegekräfte?

Immer mehr Pflegekräfte fehlen. Aber ist es sinnvoll Flüchtlingen einen erleichterten Zugang zur Ausbildung zu verschaffen? Und welche Voraussetzungen müssten dafür gewährleistet sein?

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Brexit - Das Ende der Freizügigkeit?

Darüber sprechen wir mit Holger Bonin, Professor für Arbeitsmarkt und Sozialpolitik an der Universität Kassel

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Spendenaktion

Hilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und die Unterstützung bei der Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen - der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützen Flüchtlinge auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit und rufen zu Spenden auf:

Gewerkschaften helfen


 


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Jetzt anmelden: Tagung ANERKANNT!

In diesem Jahr sollen zahlreiche rechtliche Neuerungen die Möglichkeiten vereinfachen, im Ausland erworbene Qualifikationen anzuerkennen. Doch nach wie vor sind viele Fragen offen. Gelegenheit, sich darüber auszutauschen bietet unsere Tagung im Oktober:

Tagung ANERKANNT!
Gute Praxis für eine Anerkennungskultur in der Arbeitswelt

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Die "andere" Zuwanderung: Aussiedler/innen und Spätaussiedler/innen

20.12.2005

Von 1950 bis 2003 kamen insgesamt 4.387.267 Aussiedler/ Spätaussiedler nach Deutschland. Spätaussiedler sind Angehörige der deutschen Minderheiten in den ost- und südosteuropäischen Staaten.

Nach einem Aufnahmeverfahren – in dem sie z.B. beweisen müssen, dass sie deutscher Abstammung sind – verlassen sie diese Länder und nehmen ihren ständigen Aufenthalt in Deutsachland. Laut Artikel 116 Abs. 1 Grundgesetz besitzen sie eine deutsche Volkszugehörigkeit. Wenn sie nach Deutschland kommen, werden sie entsprechend dem neuen Staatsangehörigkeitsrecht automatisch deutsche Staatsbürger. Vorher hatten sie nur einen Anspruch auf Einbürgerung, mussten also einen Antrag stellen.

Seit Ende der 1980er Jahre stieg mit der Erosion des Ostblocks die Zahl der Aussiedler stark an, im Jahr 1986 kamen 42.788 Aussiedler nach Deutschland, im Jahr 1989 war die Zahl auf 377.055 gestiegen. Ab 1990 wurde dieser Zuwanderungsprozess mit verschiedenen Maßnahmen reguliert. In Folge des Kriegsfolgenbereinigungsgesetzes von 1993 wurde die Kategorie Aussiedler geschlossen und durch die Statusgruppe der Spätaussiedler ersetzt. Hierbei wurden die rechtlichen Regelungen verschärft und die Integrationsleistungen gekürzt.

Die meisten Aussiedler kamen aus der UdSSR bzw. deren Nachfolgestaaten. Danach folgen als Herkunftsländer Polen und Rumänien.

Tabelle:
Zuzug von AussiedlerInnen 1950 bis Ende 2003
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Bei genauerem Hinsehen fällt allerdings auf, dass die UdSSR erst mit ihrem Zerfall zu dem entscheidenden Herkunftsland bzw. zu den entscheidenden Herkunftsländern wurde. Eine zeitliche Aufteilung belegt das.

Tabelle:
Zuzug von AussiedlerInnen 1950 bis 1987 (ausgewählte Länder)
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Tabelle:
Zuzug von AussiedlerInnen 1988 bis 2003 (ausgewählte Länder)
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Tabelle:
Zuzug von Aussiedler/innen und Spätaussiedler/innen
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Daten über die Qualifikationen von Aussiedlerinnen und Aussiedlern gibt es nicht. Einige Indikatoren lassen sich aus der Berufsstruktur ableiten.

Gleichwohl gibt es einige Indikatoren zu den Qualifikationen. Ohne oder mit geringer Qualifikation sind es im Bereich industrielle und handwerkliche Berufe rund ein Drittel, nämlich 5.140, die Hilfstätigkeiten verrichten. Über hohe und höchste Qualifikationen dürften praktisch alle im Bereich technische Berufe verfügen. Darunter fallen zum Beispiel Ingenieure, Techniker und Physiker. Ebenfalls auf hohe und höchste Qualifikationen dürften die Kategorien Gesundheitsdienstberufe und Sozial-, Erziehungs- und wissenschaftliche Berufe (im Bereich Dienstleistungsberufe) fallen, die mit 2.029 bzw. 3.442 hohe Werte aufweisen. Berufe, die ein „klassischer“ Hinweis auf niedrige Qualifikationen sind, tauchen nur mit geringen Nennungen auf: hauswirtschaftliche Berufe (650), Reinigungsberufe (654). Hohe Nennungen gibt es bei typischen Ausbildungsberufen in der Güterproduktion und in Dienstleistungsbranchen.

Insgesamt scheint das Qualifikationsniveau im Schnitt relativ hoch zu sein, was auch von denen bestätigt wird, die in Projekten mit AussiedlerInnen zu tun haben. Nicht ganz in diese Annahme passt die Tatsache, dass lediglich 24 (von 42.010) von der Stellung im Beruf her Betriebsleiter oder leitende Angestellte waren. Das mag freilich damit zu tun zu haben, dass es den Status leitende Angestellte in den Herkunftsländern so nicht unbedingt gibt.

Tabelle:
Berufsstruktur der AussiedlerInnen (2003); ausgewählte Berufe
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