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Potenziale für Arbeitsmigration: Studie der "Dublin Foundation"

20.08.2006

Die Arbeitsmigration aus den neuen Mitgliedstaaten in die 15 Länder der alten EU wird sich künftig in Grenzen halten, allerdings erheblich schwanken.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Europa:Mobil August 2006" entnommen.

Das ist eine Schlussfolgerung einer Studie der in Dublin ansässigen Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (oft auch kurz: Dublin Foundation).

Die Wahrscheinlichkeit, dass hoch qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Alter zwischen 25 und 43 Jahren aus Polen, Estland, Lettland und Litauen innerhalb der EU migrieren ist sehr vier höher als bei der gleichen Bevölkerungsgruppe in der Tschechischen Republik, Ungarn, der Slowakei und Slowenien. Das Mobilitätspotenzial in den nächsten fünf Jahren liegt in den erstgenannten Ländern bei 7,4 Prozent, bei den letzteren bei 2,3 Prozent. Im Vergleich dazu beträgt das Potenzial in den alten EU-Ländern mit hoher Mobilität – Dänemark, Schweden, Finnland, Irland – 4,7 Prozent, das der Länder mit niedriger Mobilität – das sind die restlichen elf – 2,6 Prozent.

Bei Befragungen wurden als Motive für Wanderungsabsichten in den neuen Mitgliedstaaten vor allem besseres Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen genannt. In den alten Mitgliedstaaten liegt der Wunsch, Neues zu entdecken und eine neue Sprache zu lernen an der Spitze. Gründe gegen eine Migration ist vor allem die Furcht vor einem Verlust sozialer Netzwerke. Die Untersuchung, die auch die Migrationspolitik der EU beleuchtet, kommt zu dem Schluss: „Die europäische Politik ist hin und her gerissen zwischen Befürchtungen von ‚zu wenig’ geografischer Mobilität zwischen Regionen und Mitgliedstaaten und deren Folgen in Form einer reduzierten ökonomischen Anpassungsfähigkeit und Konkurrenzfähigkeit auf der einen Seite und ‚zu viel’ Mobilität zwischen den ärmeren Regionen Osteuropas und reicheren Teilen Zentral- und Nordeuropas und den Folgen für deren nationale Arbeitsmärkte.“ Insgesamt aber dürfte künftig eine größere Herausforderung für die entsendenden Länder bestehen als für die aufnehmenden. Grund ist der „Youth Brain Drain“, also die Abwanderung junger, hoch qualifizierter Menschen.

Die Studie der Dublin Foundation „Too much or too little long-distance mobility in Europe?“ kann hier in englischer Sprache heruntergeladen werden:

 Studie der Dublin Foundation (in englischer Sprache)

 

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