Autonome Regionen vernetzen: Spanien will Arbeitsmarktpolitik besser koordinieren
Das stark dezentralisierte Regierungssystem in Spanien war für eine nationale Beschäftigungspolitik bisweilen hinderlich.
Für einen Bewohner des Baskenlandes kann es zum Beispiel schwierig sein, Zugang zu den Beschäftigungsdiensten in der westlichen Region Extremadura zu finden. Deshalb soll jetzt ein nationales Beschäftigungssystem geschaffen werden, das alle regionalen, autonomen Gemeinschaften mit den zentralen Diensten verbindet.
Der Vorschlag zielt darauf ab, jedem alle Arbeitsplatzangebote im Land zugänglich zu machen und den Arbeitgebern den Zugriff auf einen größeren Bestand an Arbeitskräften zu ermöglichen.
Gleichwohl fällt Beschäftigung weiterhin unter die ausschließliche Zuständigkeit der regionalen Regierungen. Das neue System soll aber eine bessere Koordinierung von Ausbildungspolitiken und Beschäftigungsdiensten erlauben und die Quote der geografischen Mobilität von zuletzt 13 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung erhöhen.
