Obdachlose sollen ausreisen

Zunehmend verweigern Notunterkünfte für Obdachlose EU-Bürger_innen  Hilfe. Hamburg setzt nun noch eins drauf gesetzt - hilfesuchende obdachlose EU-Bürger_innen sollen ausgewiesen werden.

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Einwanderungsgesetz notwendig

Kann man über ein Einwanderungsgesetz reden, wenn die Mehrzahl der Menschen in Deutschland gerade die Nase voll hat von Zuwanderung?  

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MdBs mit Migrationshintergrund

22,50 Prozent der Gesamtbevölkerung haben Migrationshintergrund. Aber wie sieht es aktuell im Bundestag aus? 

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Schutz für entsandte Beschäftigte

12-Stunden Schicht, 6 Tage die Woche und am Ende nicht den vereinbarten Lohn erhalten - das kennen zu viele entsandte Beschäftige. Nun gibt es neue Anläufe ihre Situation zu verbessern.

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Augsburg: ver.di kämpft gegen Abschiebung

Krankenpfleger werden dringend gesucht - trotzdem soll er afghanische Flüchtling Anwar Khan abgeschoben werden. Und dass, obwohl er Anfang Oktober mit seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger beginnen wollte.

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Neoliberales Programm mit sozialpopulistischem Mantel

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Wunsch nach Weiterbildung: Bedarfsermittlung als Basis für Kurskonzept

20.09.2007

Der Wunsch, die berufsbezogenen Deutschkenntnisse zu verbessern, um an einer Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen zu können, ist unter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nichtdeutscher Herkunft sehr groß. Das gilt zumindest für die Beschäftigten der Styria Federn GmbH in Düsseldorf. Dort haben 91 Prozent eine entsprechende Frage mit Ja beantwortet.

Gestellt wurde die Frage im Rahmen einer Erhebung über den Qualifizierungsbedarf in Betrieben mit einem hohen Anteil an Beschäftigten mit Migrationshintergrund. Durchgeführt wurde die Erhebung vom Bereich Migration & Qualifizierung beim DGB Bildungswerk im Rahmen des Projektes Pro Qualifizierung.

Insgesamt kommt die Erhebung dann auch zu dem Fazit, dass die Beschäftigten mit Migrationshintergrund mangelnde Sprachkenntnis als Haupthindernis beim Zugang zu Weiterbildung identifizieren. Es ging nicht darum, Migrantinnen und Migranten ihre vermeintlichen Defizite vorzuführen, betont Ömer Saglam, Migrationsberater beim DGB Bildungswerk, der die Erhebung durchgeführt hat. Vielmehr sollte deutlich gemacht werden, welche Chancen sich durch eine interkulturelle Öffnung für die Betroffenen und das Unternehmen ergeben.

Auf Basis der Befragungen wurde ein Kurskonzept entwickelt, das eigens auf die Beschäftigten zugeschnitten war. Neben dem Spracherwerb wurde ein zweitägiges Training für interkulturelle Kommunikation angeboten, bei dem es um Kommunikationsformen am Arbeitsplatz ging, etwa um Konfliktsituationen, die ihre Ursache in kulturellen Unterschieden haben. Abschließend wurde über Weiterbildungsmöglichkeiten informiert. Nicht wenige zeigten sich entschlossen, die nutzen zu wollen.


Informationen:

Ömer Saglam
DGB Bildungswerk
Bereich Migration und Qualifizierung
Tel.: 0211/4301-181
oemer.saglam@dgb-bildungswerk.de
www.pro-qualifizierung.de

 

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Europa:Mobil September 2007" entnommen.