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Berufsbildungsbericht 2009: Schwierige Lage für Jugendliche mit Migrationshintergrund

01.07.2009

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat vor Kurzem den Berufsbildungsbericht 2009 vorgelegt. Ein relativ kurzer Abschnitt widmet sich dem Thema Jugendliche mit Migrationshintergrund. Ausländische Jugendliche – nur die sind erfasst – verlassen mehr als doppelt so häufig wie deutsche Jugendliche die Schule ohne Abschluss (6,4 % bzw. 16,0 %). Auch die Ausbildungsbeteiligung von jungen Menschen ohne deutschen Pass ist deutlich geringer.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration Juli 2009" entnommen.

Ihre Quote liegt bei 23,9 %, die der deutschen Jugendlichen bei 57,6 %. Das liegt allerdings nicht an mangelndem Interesse der ausländischen Jugendlichen. Eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) belegt, dass sie nach der allgemein bildenden Schulzeit ein ebenso großes Interesse an einer beruflichen Bildung haben wie deutsche Jugendliche. Die Chancen ausländischer Jugendlicher, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, sind aber deutlich geringer. Bei Hauptschülerinnen und Hauptschülern gelangt die Mehrheit nur über Berufsvorbereitungsmaßnahmen in eine Ausbildung.

Die Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist eine der zentralen Selbstverpflichtungen der Bundesregierung im Nationalen Integrationsplan. Dabei strebt die Regierung verschiedene Maßnahmen an. Eine ist die Festschreibung von interkulturellen Kompetenzen als Bestandteil in Aus- und Weiterbildung.

Um eine bessere Grundlage für eine Maßnahmenplanung zu haben, soll die Datenbasis verbessert werden. So wurde eine gesetzliche Grundlage für die Erhebung des Merkmals Migrationshintergrund durch die Bundesagentur für Arbeit auf den Weg gebracht.

Der Berufsbildungsbericht 2009 kann heruntergeladen werden

 

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