Bildungssituation von Zuwanderern: Neue Untersuchung des BAMF
Die Untersuchung zeigt, dass junge Ausländerinnen und Ausländer – nur diese sind für die allermeisten Bereiche statistisch erfasst – in allen Teilen des Bildungssystems unterrepräsentiert sind. Als ein Grund werden das vergleichsweise geringe schulische Bildungsniveau genannt. Dies dürfe aber nicht als der alleinige Grund gesehen werden, da gute Schulnoten kein Garant für Ausbildungsplätze sind.
Es gibt auch Unterschiede zwischen den einzelnen Migrantengruppen. So gibt es eine vergleichsweise hohe Ausbildungsbeteiligung bei jungen Menschen aus Kroatien und Italien, eine eher geringe bei jenen aus Polen und auch Serbien und Montenegro. Gleichzeitig konzentrieren sich ausländische Auszubildende im Wesentlichen auf wenige Berufe, was vor allem für junge Frauen gilt.
Bei der akademischen Ausbildung hat zwischen den Jahren 2000 und 2006 der Anteil der studierenden (ausländischen) Bildungsinländer an der Altersgruppe insgesamt zwar zugenommen, aber weniger stark als die der deutschen Studierenden, so dass der Abstand weiter gewachsen ist.
Ziel der Untersuchung war es, die aktuelle Situation umfassend zu beschreiben, deshalb geht sie nur begrenzt auf Ursachen und mögliche Schlussfolgerungen ein.
Die „Berufliche und akademische Ausbildung von Migranten in Deutschland“ (Working Paper 22 ) Hrsg.: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Autor: Manuel Siegert kann heruntergeladen werden.
