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Zuhause in Deutschland: 10. Mehrthemenbefragung unter Türkeistämmigen

01.09.2010

Die Mehrheit der Türkeistämmigen fühlt sich in Deutschland heimisch und hegt keinerlei Rückkehrabsichten. Auch die Verbundenheit mit der Wahlheimat nimmt in den letzten Jahren stetig zu.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration September 2010" entnommen.

Zu diesem Ergebnis gelangt die 10. Mehrthemenbefragung, die das Zentrum für Türkeistudien (ZfT) im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung in NRW durchgeführt hat.

Die Befragung kommt zu folgendem demografischen Ergebnis: Das Durchschnittsalter der Türkeistämmigen ist geringer als das der Bevölkerung insgesamt.

Der Anteil der Verheirateten ist mit drei Vierteln deutlich höher als der der Deutschen (45 %). Die Haushalte sind größer (3,8 Personen) als die der Deutschen (2,1 Personen). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Befragten liegt bei 26 Jahren, rund ein Viertel ist in Deutschland geboren. Die Hälfte der Befragten sind Bildungsinländer, das heißt sie haben also einen deutschen Schulabschluss.

Der Anteil der Erwerbstätigen steigt seit 2006 stetig, der Anteil der Erwerbslosen sinkt leicht. Frauen sind jedoch weiterhin kaum am Arbeitsleben beteiligt. Auch findet sich in der Gruppe der Erwerbstätigen ein verhältnismäßig großer Anteil von An- und Ungelernten. Außerdem schlägt sich das verbesserte Schulund Ausbildungsniveau der Nachfolgegeneration im Vergleich zur ersten Generation nur sehr abgeschwächt in einer verbesserten beruflichen Stellung nieder. Eine direkte Folge dessen ist das im Vergleich zu deutschen Haushalten (Schnitt rund 2.800 Euro) deutlich geringere durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen von 2.016 Euro – und das, obwohl die Haushalte größer sind. Doch zeigt auch diese Kurve nach oben. Trotzdem ist gut ein Drittel der türkischen Haushalte in NRW vom Risiko der Armut betroffen.


Die Untersuchung der ZfT

 

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