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Anonymisierte Bewerbungen: Initiative in Nordrhein-Westfalen

01.09.2010

Die rot-grüne Landesregierung in NRW will es ArbeitnehmerInnen mit Mig rationshintergrund leichter machen, eine Stelle in der Landesverwaltung zu bekommen. Das teilte Guntram Schneider, Minister für Arbeit und Integration, Anfang August mit.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration September 2010" entnommen.

Dazu sollen anonymisierte Bewerbungen – zunächst als Probelauf – eingeführt werden. Die Personalchefs in den Behörden erhalten nur noch Bewerbungen, in denen Namen und Geburtsort unkenntlich gemacht sind, so dass kein Rückschluss auf die Herkunft gezogen werden kann. Die wird erst im Vorstellungsgespräch bekannt.

Dies – so Schneider – könne ein Schritt sein, um Diskriminierung bei Bewerbungsverfahren aufgrund der Herkunft auszuschließen. Einer Studie der Universität Konstanz zufolge laden Großunternehmen zu 14 Prozent und kleinere Unternehmen zu 26 Prozent häufiger Bewerberinnen und Bewerber mit deutschem als mit türkischem Namen ein. Der Wirtschaft könne man ein anonymisiertes Verfahren nicht vorschreiben – so Schneider. Allerdings werde das in den USA weit gehend genutzt. Angeregt wurde der Testlauf durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Neben NRW nehmen auch das Bundesfamilienministerium und fünf Unternehmen teil.

 

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