Beseitigung des Optionszwangs: Unterschriftenaktion des Interkulturellen Rats
Gab es zum Jahr 2000 noch mehr als 180.000 Einbürgerungen, fiel die Zahl der Einbürgerungen bis zum Jahr 2008 stetig auf das historische Tief von rund 94.000. Im Jahr 2009 waren es auch nur rund 96.000. Dabei gibt es mehr als zwei Millionen in Deutschland lebende Ausländer, die die Voraussetzungen für eine Staatsbürgerschaft erfüllen würden.
Angesichts dieser Zahlen fordert der Interkulturelle Rat (IR) eine vermehrte Werbung der Regierung für die Einbürgerung und die Streichung unnötiger Hindernisse, wie beispielsweise die Vermeidung der Mehrstaatlichkeit oder die Streichung des Optionszwang für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern aus dem Staatsbürgerschaftsrecht, sowie die drastische Reduzierung der Einbürgerungsgebühren.
„Die Einbürgerung der dauerhaft in Deutschland lebenden Migrantinnen und Migranten liegt politisch, ökonomisch und sozial im deutschen Interesse“, erklärt Torsten Jäger, Geschäftsführer des IR. „Darüber hinaus“, so Jäger weiter, „muss der Optionszwang aus dem Staatsangehörigkeitsrecht gestrichen werden.“ Es sei geradezu schwachsinnig, geringe Einbürgerungszahlen zu beklagen und gleichzeitig Kinder, die bereits seit ihrer Geburt Deutsche sind mit dem Verlust ihrer Staatsangehörigkeit zu bedrohen.
An einer Unterschriftenaktion „Wider dem Optionszwang!“ kann man teilnehmen unter:
www.wider-den-optionszwang.de
