Faire Kontrolle

Ein fairer europäischer Arbeitsmarkt braucht faire Kontrolle, fordert Dr. Norbert Cyrus
von der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) 

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arm gegen arm

Was passiert, wenn arme Menschen gegeneinander ausgespielt werden, ist gerade an der Essener Tafel zu beobachten. Deutsche Sozialverbände und der DGB fordern stattdessen höhere Sozialleistungen für alle.

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Betriebsratswahlen - Gefahr von rechts?

Rechte Kandidat*innen bei der Betriebsratswahl - ist die Aufregung angebracht?

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Eins vor, zwei zurück

Wie findet sich Migrationspolitik im Koalitionsvertrag wieder? 

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Globale Sklaverei beenden

25 Millionen Menschen sind weltweit Opfer von Menschenhandel. Neha Misra, Solidarity Center, Washington DC fordert, jetzt zu handeln.

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Obdachlose sollen ausreisen

Zunehmend verweigern Notunterkünfte für Obdachlose EU-Bürger_innen  Hilfe. Hamburg setzt nun noch eins drauf gesetzt - hilfesuchende obdachlose EU-Bürger_innen sollen ausgewiesen werden.

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Kommentar des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes  

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Landeszentrum für Zuwanderung NRW : Wissenstransfer

01.06.2000

Projekte gegen Rassismus und Diskriminierung und die entsprechende Forschung in dem Bereich existieren meist nebeneinander. NRW ist das einzige Bundesland, das seit einiger Zeit unter Aufsicht des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales und als Abteilung der Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderung und ausländische Flüchtlinge ein Landeszentrum für Zuwanderung unterhält, das hier Abhilfe schaffen will und konzeptionell zu Fragen der Integration arbeitet.

Gute Kontakte zur Praxis, aber auch zum DGB, zu verschiedenen NGOs, zu den Wohlfahrtsverbänden und zu Hochschulen ermöglichen nicht nur die Bestandsaufnahme dessen, was bereits existiert, sondern kontinuierliche Transferleistungen zwischen Wissenschaft und Praxis. Die zusammengetragenen Informationen – unter anderem ein Adressenführer aller am Thema arbeitender Stellen in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft – sollen durch ihre Vernetzung verfügbar gemacht werden.

Basis der inzwischen drei Bestandsaufnahmen dessen, was in der Integrationsarbeit geleistet wurde, sind Recherchen in NRW: Circa neunzig Kurzprofile von Projekten, Initiativen und Organisationen wurden erstellt – darüber hinaus sind ausgewählte Adressen des übrigen Bundesgebiets und des angrenzenden Auslandes einbezogen. Sie werden regelmäßig ergänzt und als Dienstleistung des Landeszentrums für Zuwanderung sowohl der Öffentlichkeit wie der Landesregierung für Entscheidungen an die Hand gegeben.

Das Ziel der Arbeit ist die Förderung von gesellschaftlicher und politischer Gleichstellung. Deshalb wendet sie sich sowohl an Multiplikatoren in der (deutschen) Mehrheitsgesellschaft wie an solche in den Minderheitengruppen. Die Mehrheitsgesellschaft soll die Werte und Normen in den Gruppen der Zugewanderten respektieren lernen, auch, um ihnen gegenüber handlungsfähig zu sein. Den Zugewanderten soll der reflektierende Umgang mit der eigenen Herkunft und eine interkulturelle Identität erleichtert werden, die zum Abbau von Vorurteilen gegenüber der Mehrheitsgesellschaft geeignet sind.

Jüngstes Projekt ist die Vorbereitung eines Netzwerkes zur Vorschulerziehung, das drei Jahre lang mit über 60 Erzieherinnen und Erziehern erarbeitet wird. Fort- und Weiterbildung der Fachkräfte in Migrationsarbeit ist eine der wichtigsten Aufgaben, deren Organisation das Landeszentrum übernimmt.Vorschulerziehung kann der selbstverständliche Einstieg sein, um tatsächliche Gleichstellung in allen gesellschaftlichen Bereichen zu sichern.

Die Adressen und Informationen der „Bestandsaufnahme“ sind auf der Website unter www.lzz-nrw.de abrufbar, Angaben zu Projekten können über dieselbe Website, darüber hinaus aber auch über die Fax-Nr. 0212 / 72 32 39 18 oder per Telefon unter 0212 / 232 39 41 übermittelt werden.

 

IM FAX-ABRUF

Stellungnahme des DGB zur Antidiskriminierungs-Richtlinie

Die im April veröffentlichte Stellungnahme des DGB zur Antidiskriminierungs-Richtlinie der EU (siehe Forum Migration Nr. 8) ist jetzt per Fax abrufbar:
0211 / 43 01-603 (12 Seiten)

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration Juni 2000" entnommen.