Frauen der ersten Generation verfügen über deutlich schlechtere Qualifikationen – schlechteres Schulniveau und seltener eine Berufsausbildung- als die der zweiten. Entsprechend häufiger sind sie in den Arbeitsmarkt eingebunden. Das gilt für alle Herkunftsgruppen, wobei Türkinnen in beiden Generationen geringere Arbeitsmarktpräsenz aufweisen als die anderen Herkunftsgruppen. Das heißt allerdings auch, dass nicht Drittstaatlerinnen generell über eine geringere Arbeitsmarktpräsenz verfügen. Die Vergleichsgruppe Ex-Jugoslawien besteht ja zum Teil auch aus Drittstaatlerinnen.
Allerdings sind Türkinnen der zweiten Generation mit einer Berufsausbildung genauso häufig auf dem Arbeitsmarkt zu finden wie vergleichbare Frauen aus den anderen Herkunftsländern.
Bei beiden Generationen gilt, dass Frauen, die einen Berufs- oder Studienabschluss in Deutschland erworben haben, besser in den Arbeitsmarkt eingebunden sind als zugewanderte Frauen. Das lässt sich auch als Hinweis auf Probleme bei der Anerkennung von Qualifikationen verstehen.
Polinnen unterscheiden sich laut der Studie allein schon von sozialstrukturellen Merkmalen deutlich von den anderen Gruppen. Ihre durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist kürzer, die Gruppe der 25 bis 45jährigen ist größer und die zweite Generation ist noch nicht im erwerbsfähigen Alter. Daneben verfügen sie (die erste Generation) über bessere Deutschkenntnisse, eine bessere Schulbildung und häufigere Berufsausbildung.
Studie Arbeitsmarktintegration von Frauen