Diese Passage aus der Hausordnung der Herbert-Hoover-Realschule im Berliner Bezirk Wedding hat Ende Januar dieses Jahres die Meinungen heftig polarisiert. Die Hausordnung wurde zwar mit Zustimmung der entsprechenden schulischen Gremien schon vor über einem Jahr verabschiedet, ist aber erst jetzt von einer größeren Öffentlichkeit wahrgenommen worden.
In der regierenden SPD der Hauptstadt gehen die Stimmen auseinander. Schulsenator Klaus Böger zur Hausordnung: „Die finde ich okay.“ Fraktionskollege und Migrationsexperte Thomas Kleineidam dagegen: „Damit wird den Kindern vermittelt: deine Sprache ist nicht erwünscht.“ Der Leiter des Zentrums für Türkeistudien an der Universität Essen- Duisburg, Faruk Sen, begrüßt Deutsch als Pflichtsprache: „Wer in Deutschland Karriere machen will, soll in der Schule ausschließlich Deutsch sprechen.“ Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und türkische Organisationen in Berlin und Brandenburg sehen das ganz anders. So erklärte die stellvertretende GEWVorsitzende Marianne Demmer. „Wenn den Kurden in der Türkei das Sprechen ihrer Sprache untersagt wird, erregen wir uns. Wenn öffentliche Schulen in Deutschland dasselbe mit den Sprachen der Migranten machen, ist das eine pädagogische Maßnahme.“
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