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Den Zugang zu tariflich vergüteter Beschäftigung für Migrantinnen und Migranten, fordert Volker Beck, MdB Bündnis 90/Die Grünen, im aktuellen Forum Migration

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Vorbild Kanada?

Kann das kanadische Einwanderungssystem wirklich ein Vorbild für Deutschland sein? Forum Migration sprach mit Lloyd Axworthy, dem ehemaligen Außen- und Einwanderungsminister Kanadas

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Neu in Verleih der Vielfalt-Mediathek

Schlepper - Menschen ohne Gewissen? Der Dokumentarfilm NachtGrenzeMorgen stellt zwei junge Menschen vor, die als Schlepper arbeiten.

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Ansprüche nicht einschränken

Die Bundesregierung will Ansprüche von EU-Bürger_innen auf Hartz IV einschränken. Das ist rechtswidrig, so die Einschätzungen der vom DGB beauftragten Juristinnen.

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Stipendien für Anerkennung

Baden-Württemberg und Hamburg fördern die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse mit Stipendien.

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Türkei

Wir sollten uns von den Konflikten in der Türkei nicht infizieren lassen, sagt Serhat Özdemir, freigestellter Betriebsrat bei der WEC Turmbau in Emden. 

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"Deutschland vor Richtungsentscheidung"

Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen, stellt im Forum Migration seine vier Punkte für gelinge Integration von Flüchtlingen vor. 

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Flüchtlinge als Pflegekräfte?

Immer mehr Pflegekräfte fehlen. Aber ist es sinnvoll Flüchtlingen einen erleichterten Zugang zur Ausbildung zu verschaffen? Und welche Voraussetzungen müssten dafür gewährleistet sein?

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Aiman Mazyek: Islamische Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland

07.12.2005

Seminar Islam in der Arbeitswelt: 10.-14.12.2001

Im gesamten Europa leben zur Zeit schätzungsweise mehr als 33 Millionen Muslime, also fast so viele, wie Spanien (39 Millionen) oder Polen (38 Millionen) Einwohner hat. In Deutschland sind es groben Schätzungen zufolge etwa drei Millionen Muslime. Die Zahl der deutschen Muslime ist nicht feststellbar. Wir sind vielleicht 100.000 bis 200.000 deutschstämmige Muslime.

Was ihren Bildungs- und Lebensstandard anbetrifft, so sind sie eher am unteren Ende der wirtschaftlichen und sozialen Skala anzutreffen. Ein Beispiel aus Deutschland: Dort ist die Arbeitslosenquote unter Türken mehr als doppelt so hoch wie der bundesdeutsche Durchschnitt. Gerade unter Jugendlichen ist die Arbeitslosigkeit besonders hoch. Was die Muslime in Deutschland bzw. in Europa anbetrifft, ist Deutschland ein Entwicklungsland.

Es gibt aber auch Erfreuliches: Die ökonomische Erfolgsgeschichte des türkischen Unternehmungsgeistes sieht besser aus und zeigt die Chancen auf: 1995 waren es einer Studie der Unternehmensberatungsgesellschaft KPMG zufolge schon 41 500 Unternehmen, die einen Jahresumsatz von immerhin 35,4 Mrd. DM auswiesen und 162 000 Arbeitsplätze geschaffen haben. Die Voraussetzungen für eine Selbsthilfe sind also gut.

Es liegt im gesamtgesellschaftlichen Interesse, den Bildungs- und Ausbildungsstand sowie die wirtschaftliche und soziale Situation der Muslime zu verbessern. Diese Aufgabe können wir am besten nach unseren eigenen Maßgaben und Methoden durchführen. Dazu sind wir hoch motiviert: Denn die Muslime möchten sich auch in ihren wirtschaftlichen und sozialen Unternehmungen, der privaten Vorsorge oder, ganz allgemein, im Umgang mit Geld den islamischen Geboten entsprechend verhalten.

Eine wichtige Grundlage islamischen Denken und Handelns ist ein ganzheitlicher Ansatz. Im islamischen Sinne der Einheit des Seins, über dem Gott steht, sind demnach Wirtschaft und Politik keine eigenständigen (säkularisierten) Gebiete. Die Wirtschaft ist Teil der Religion, der Politik - auch Wirtschaften ist eine Art Gottesdienst. Im Mittelpunkt des menschlichen Lebens steht Gott.

Die Lehre von der Einsheit des Seins (Tauhid) als holistischer Denkansatz stellt das Wirtschaften und die Politik in den großen Zusammenhang, in dem übrigens ausdrücklich auch das ökologische Verhalten des wirtschaftenden Menschen einzuordnen ist.

Im Koran appelliert Gott in erster Linie an jeden einzelnen vernunftbegabten, mündigen Menschen. Die Handlungsanweisungen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich beruhen darum auf einem individualethischen Ansatz.

Die ordnende Kraft in Wirtschaft und Gesellschaft - eigentlich hier besser mit Gemeinschaft bezeichnet - ist die Ethik. An dieser Stelle soll hervorgehoben werden, dass nur etwa zehn Prozent aller Aussagen des Koran konkrete Rechtsaussagen betreffen. Der Koran lässt sich nicht auf ein „Gesetzbuch“ reduzieren.

Und auch das soll hier hervorgehoben werden: Die Handlungsanweisungen in den islamischen Quellen liefern keine fertig ausformulierten Ordnungen für Staat, Gesellschaft oder Wirtschaft.

Woher und auf welche Weise können nun die Elemente einer islamischen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung entwickelt werden?

Die Aussagen zur islamischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung beruhen auf dem Koran als Gottes Offenbarung, der Sunna als vorbildhafte Überlieferung (den Kommentaren und das Verhalten des Propheten Muhammad, Friede sei mit ihm), der wissenschaftlich festgelegten Rechtsetzungsmethoden, wie sie in der islamischen Rechtswissenschaft entwickelt wurden und die in die Schari'a als Rechtsgrundsätze und Wegweiser für die Menschen eingeflossen sind und teilweise auch auf Präzedenzfällen aus der Zeit der ersten vier Kalifen. Außer den Rechtsquellen kann zusätzlich die Verfassung von Medina herangezogen werden, in der der Prophet Mohammed (Friede sei mit ihm) die Verpflichtung der verschiedenen Gemeinschaften und deren Verhältnis zueinander im Stadtstaat Medina festgelegt hatte. Diese Verfassung ist in späteren Zeiten immer wieder Ausgangspunkt für die Anpassung der islamischen Verfassungen, respektive Staatstheorien, an die sich wandelnden Zeitumstände gewesen.

Zum Verständnis der islamischen Wirtschafts- und Gesellschaftsauffassung muss auch noch kurz auf das grundsätzliche Verhältnis des Menschen gegenüber Gott, der menschlichen Gesellschaft und der Schöpfung hingewiesen werden: Über die Stellung des Menschen lehrt der Koran, dass Gott den Menschen als seinen Statthalter (Khalifa) über die Schöpfung eingesetzt hat. Die hohe Stellung des Menschen ist allerdings an strenge Auflagen und Pflichten (insbesondere soziale) gebunden und ist ausdrücklich kein Freibrief für die Ausbeutung der Schöpfung. Es gilt das Nießbrauchrecht. Der Mensch ist damit auch Schöpfungsverantwortlicher. Die hohe Stellung und die Rechte, die Gott dem Menschen verliehen hat, werden erst legitimiert durch Pflichten - das gilt auch für die Menschenrechte!

Nun zu den spezifischen wirtschaftlichen Leitelementen der islamischen Wirtschaftsordnung. Ich zähle die wichtigsten auf: Eigentum, Monopolverbot, Zinsverbot, Zakat, Einschränkungen der juristischen Person, Handels- und Produktionsverbote, keine Spielelemente, keine Geldordnung.

Auch unter dem Aspekt des Nießbrauchrechts an der Schöpfung ist im islamischen Sinne das Eigentum konstitutives Element der islamischen Wirtschaftsordnung. Jedes rechtmäßig erworbene Eigentum ist dem Menschen von Gott und nur auf bestimmte Zeit zum Nießbrauch anvertraut worden. Allerdings: Die öffentlichen Güter, also Wasser, Energie, Weide und Boden, die dem Recht Gottes unterliegen, können vom Menschen nicht erworben werden und beispielsweise Boden, der nicht bearbeitet wird, fällt wieder an die Gemeinschaft zurück.

Gerechtigkeit und hohe soziale Verantwortung sind ebenfalls Leitlinien, an denen sich die islamische Wirtschaftsordnung orientiert. Unterstrichen wird diese von Gott geforderte soziale Verantwortung des Eigentums auch durch das verbriefte Recht des Armen auf Hilfeleistung der Vermögenden und Regierenden.

Weiterhin gilt zu beachten: das Monopolverbot, das Zinsverbot als Teil des Wucherverbots (Wucher arabisch = Riba), lässt sich, wie Max Weber meint, in allen Ethiken der Welt nachweisen. Beim Zinsverbot handelt es sich um Geschäfte, bei denen die Zeit den Gewinn bringt und nicht die Leistung. Zeit kann nicht gleich Geld sein.

Weiterhin wird obligatorisch die islamische Sozialabgabe Zakat verlangt. Sie ist der islamischen Lehre zufolge so wichtig, dass sie im Koran fast immer zusammen mit dem Gebet genannt wird. Zakat ist eine der fünf Säulen des Islam.

Gesellschaftspolitisch gesehen, ist die Zakat ein herausragendes Instrument der Umverteilung von Reichtum. Über die Pflichtabgabe Zakat hinaus soll der Mensch sich auch in Mildtätigkeit (Saddaqa) üben.

Worin liegt nun die Dynamik des islamischen Wirtschaftssystems, wenn es den Zins nicht gibt? Als Vorteil im Sinne einer raschen Reinvestition von Geldkapital wird das „Riba(Verbot)-Zakat-Phänomen“ als Zusammenwirken des absoluten Zinsverbots mit dem Zakatgebot gesehen. Mit Geld kann kein Geld verdient werden (fehlender Geldkapitalmarkt) und durch die Entrichtung der Zakat wird das Geldkapital praktisch „abgezinst“ - also wird in der Praxis das Geldkapital schnell wieder in produktive bzw. Handelsunternehmen investiert, damit das Geldvermögen nicht jedes Jahr weniger wird.

Zu den unverzichtbaren Merkmalen der islamischen Wirtschaftsordnung gehören gewisse Einschränkungen der Vertragsfreiheit wie beispielsweise Handels- und Erzeugungsverbote für bestimmte Warengruppen (z.B. Alkohol).

Verträge mit einer „juristischen Person“ sind, mit Ausnahme im staatlichen Bereich und den religiösen Stiftungen (Waqf, Plural: Oqaf), starken Einschränkungen unterworfen. Die Anonymität des Wirtschaftslebens kann so vermieden werden. An die persönliche Verantwortung werden allerdings hohe Ansprüche gestellt. Gesamtwirtschaftliche Bezüge werden erlebbarer.

Weiterhin gilt das Glückspielverbot und das Verbot aller Geschäfte, bei denen nicht die Leistung, sondern die Zeit den Gewinn bringt sowie Geschäfte, die auf dem „Gesetz der großen Zahl“ beruhen. Das trifft für viele Versicherungen zu.

Weiterhin gilt das Korruptionsverbot und auf alle Handlungen ist das Prinzip der Nichtschädigung und der Gerechtigkeit anzuwenden.

Die Geldwirtschaft solle, so die gängige Meinung, auf einer gebundenen Währung (Edelmetalle) beruhen. Auf den Zusammenhang der Geldordnung (gebundene Währung und Zinsverbot) und die Bewahrung der Schöpfung sei hier ausdrücklich noch einmal hingewiesen!

Was die sozialen Beziehungen anbetrifft, so sind sie, obwohl der Bedürftige einen Rechtsanspruch an die Staatskasse (Bait-ul-Mal) und auf das Eigentum des Vermögenden hat, auf die islamische Solidarität und die Ethik des Teilens, und in erster Linie an die Personen der Gemeinschaft gebunden. Die sozialen Beziehungen beruhen also im Schwerpunkt auf individualethischen Tugenden und nicht auf der unterdessen kaum noch zu finanzierenden anonymen institutionsethischen Leitidee. Nicht der Staat oder ähnliche Organisationen sind in erster Linie die gesunde Grundlage für das wirtschaftliche und soziale System - sondern die einzelnen Muslime selbst in ihren Familien, Gemeinden, Städten und Regionen.

Wenn wir uns nun die Elemente ansehen, können wir auf die islamische Wirtschaftsordnung schließen: Die Folgerungen aus diesen Elementen ist eine islamische Wirtschaftsordnung, die wegen des Schutzes des rechtmäßig erworbenen Eigentums, der sittlich bestimmten freien Preisbildung am Markt, der Einschränkungen des Vertragsrechts, des fehlenden Geld-(Kapital-)Marktes und den erheblichen Einschränkungen der juristischen Person eine islamische Wirtschaftsform und Wirtschaftskultur hervorbringt, die im Rahmen einer sozial- und umweltverpflichteten Marktwirtschaft (im Gegensatz zur kapitalistischen) eine Beteiligungswirtschaft zu nennen ist. Also: Weil es keinen Geld-Kapitalmarkt gibt, bleibt den Muslimen nur noch der Weg der Beteiligung an wirtschaftlichen Unternehmungen offen. Die islamischen Ordnungsgrundsätze für die Wirtschaft bringen so das Modell der Beteiligungswirtschaft hervor.

Hier ist aber aufrichtig anzumerken, damit keine falschen Hoffnungen oder Illusionen geweckt werden: Die islamische Lehre verspricht kein Paradies auf Erden. Ärmere und reichere Menschen wird es - realistischer Weise - auch in der islamischen Gesellschaft geben.

Abgesehen von den konkreten Elementen der islamischen Wirtschaftsordnung - ist der Schutz und der Nährboden eines funktionierenden islamischen Wirtschaftssystems das, was man landläufig die Gesellschaft und den Staat nennt. Der liegt aber noch in weiter Ferne und steht hier nicht zur Debatte. Hier geht es um etwas anderes: nämlich um das Bestreben der Muslime wo immer sie sind, im Einklang mit den Regeln ihrer Religion zu leben.

Zu diesem Zweck wären für die Muslime islamische Wirtschaftsstrukturen wünschenswert. Was meine ich in unserem Zusammenhang damit? Es geht um Wirtschaftsstrukturen, die auf zinsloser Basis und persönlichen Geschäftsbeziehungen beruhen und ein Sozialsystem, das auf den Institutionen der Zakat (der islamischen Sozialabgabe) und der Saddaqa (der Mildtätigkeit), der Eigenverantwortlichkeit und islamischer Solidarität beruht.

Es versteht sich von selbst, dass damit der beschwerliche Weg einer Entwicklung von unten angestrebt werden muss. Dieser Weg scheint mir besonders wichtig.

Die Entwicklung von oben - ich meine das unterdessen weltweit operierende islamische Bankwesen und die in Jeddah beheimatete Islamic Development Bank (IDB) - hat bisher in Europa nicht Fuß gefasst. Dabei hätten die islamischen Banken aber eine Chance in der Welt und in Europa, wenn ihnen auch eine Entwicklung von unten entgegen kommen würde. Die Muslime in Deutschland bzw. Europa müssten schon selbst diese Strukturen entwickeln, was umso leichter fallen würde, wenn es in Deutschland die IDB gäbe.

Konkret: Dieses Modell ist ein Modell der Selbstorganisation. Es entwickelt sich von der Basis in den einzelnen Gemeinden her. Die Entwicklung der entsprechenden Strukturen muss und sollte in kleinen Schritten erfolgen. Sie beginnt zunächst mit Beratungsinstanzen für allgemeine islamische ökonomische Fragen, betriebswirtschaftliche Probleme sowie der Spartätigkeit als wichtige Säule des Wirtschaftens. Dieser Service wird sich ganz von selbst auf das Zusammenführen von Investoren und Unternehmen ausweiten. Aufbauend auf diesen Erfahrungen kann die Errichtung von konkurrierenden und transparenten Investitionsgesellschaften gefördert werden. Der Sinn dieser Investitionsgesellschaften sollte neben der Effizienzverbesserung der Unternehmen auch der Förderung von Existenzgründungen dienen.

Es sollte auch die Errichtung einer Sozialstiftung und einer Kulturstiftung in Angriff genommen werden, die die soziale Entwicklung und die Aus- und Fortbildung an der Basis voran bringen. Die Muslime könnten so Arbeitsplätze schaffen, Aus- und Fortbildung ermöglichen und Formen der Altersvorsorge und des alternativen Sparens entwickeln. Bei all diesen Bemühungen käme den islamischen Banken eine entscheidende Bedeutung zu, denn Größe und Umfang der Geschäftsbereiche der verschiedenen Wirtschaftsunternehmen machen die Zusammenarbeit mit den bestehenden islamischen Banken notwendig und wünschenswert.

Ein islamischer Finanzservice in Form einer Clearing- oder Koordinierungsstelle sollte deswegen von den islamischen Banken in Zusammenarbeit mit der IDB gefördert werden. Mit Hilfe dieses Services könnte dann auch eine islamische Debit-Card als Zahlungsmittel eingeführt werden. Sie fördert die Akzeptanz und die Beteiligung an dieser alternativen Wirtschaftsentwicklung in der Bevölkerung und ermöglicht dem Einzelhandel und den Dienstleistern unter den Muslimen zusätzliche Perspektiven. Interessant wären dann auch Anlagemöglichkeiten in so genannte islamische Ethikfonds. Sie wären eine Ergänzung der immer populärer werdenden Angebote von Ethikfonds aus den alternativen Kreisen der europäischen Gesellschaft. Die IDB und auch die anderen islamischen Banken wiederum könnten diese tief gestaffelte Infrastruktur in Europa für ihre Entwicklungsarbeit in der Dritten Welt nutzen.

Ein solches Projekt wäre auch EU-weit wünschenswert. Dieses ökonomisch, soziale und ökologische Projekt wirkt integrierend, weil die Mitgliedsstaaten der EU von Teilen der wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben entlastet werden. Diese können von den Muslimen in Eigenverantwortung und Selbstorganisation übernommen werden. Darüber hinaus bieten sie auch allen EU-Bürgern alternative und ethische Modelle des Wirtschaftens an, die auch die ökologischen Belange mit einschließen. Die Muslime könnten so als integraler Bestandteil Europas an die Tradition des gegenseitigen Lernens anknüpfen und wieder einmal die europäische Vielfalt und mit ihrem alternativen Wirtschaftsmodell bereichern.