Faire Kontrolle

Ein fairer europäischer Arbeitsmarkt braucht faire Kontrolle, fordert Dr. Norbert Cyrus
von der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) 

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arm gegen arm

Was passiert, wenn arme Menschen gegeneinander ausgespielt werden, ist gerade an der Essener Tafel zu beobachten. Deutsche Sozialverbände und der DGB fordern stattdessen höhere Sozialleistungen für alle.

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Betriebsratswahlen - Gefahr von rechts?

Rechte Kandidat*innen bei der Betriebsratswahl - ist die Aufregung angebracht?

Interview mit Annelie Buntenbach, DGB Bundesvorstand 

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Eins vor, zwei zurück

Wie findet sich Migrationspolitik im Koalitionsvertrag wieder? 

Interview mit Daniel Weber, DGB Bildungswerk 

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Globale Sklaverei beenden

25 Millionen Menschen sind weltweit Opfer von Menschenhandel. Neha Misra, Solidarity Center, Washington DC fordert, jetzt zu handeln.

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Obdachlose sollen ausreisen

Zunehmend verweigern Notunterkünfte für Obdachlose EU-Bürger_innen  Hilfe. Hamburg setzt nun noch eins drauf gesetzt - hilfesuchende obdachlose EU-Bürger_innen sollen ausgewiesen werden.

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Kommentar des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes  

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Seminar "Islam in der Arbeitswelt" - Module für die Bildungsarbeit

08.12.2005

Beim vorgestellten modularisierten Seminar „Islam in der Arbeitswelt“ handelt es sich um ein frei ausgeschriebenes Programm-Seminar, für das fünf Seminartage zur Verfügung stehen. Es richtet sich an die Zielgruppe der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Betriebs- Migrations- und Flüchtlingsarbeit, Beratungsstellen, Betriebsrätinnen und Betriebsräte, Vertrauensleute, Arbeitsmigrantinnen und -migranten, Wohlfahrtsverbände, Arbeitnehmende und an weitere Interessierte.

Die Zahl der Mitbürgerinnen und Mitbürger islamischen Glaubens hat in den letzten Jahrzehnten stets zugenommen. Der Islam entwickelte sich infolge von Zuwanderung zur viertgrößten Religionsgemeinschaft in Deutschland. Weltweit gehören dem Islam ca. 1,3 Milliarden Menschen an. In Europa geht man von 30-40 Millionen Menschen muslimischen Glaubens aus, in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union von ca. 15 Millionen.

Das Bedürfnis der in Deutschland lebenden Muslima und Muslime, ihren Glauben auszuüben, trifft bei vielen Menschen auf Skepsis. Der Islam wird dabei häufig mit Fundamentalismus und Unterdrückung gleichgesetzt. In der Arbeitswelt wurden zahlreiche praktische Erfahrungen im Zusammenleben gesammelt. Arbeitnehmende muslimischen Glaubens haben sich in die betrieblichen Abläufe eingefügt und ihren Glauben in diesem Rahmen ausgeübt. Mit der dauerhaften Niederlassung rückte nicht nur im Wohnumfeld (z.B. Moscheen) oder beim Umgang mit religiösen Symbolen (z.B. Kopftuch) die Frage der Berücksichtigung ihres Glaubens und der öffentlichen Wahrnehmung ins Blickfeld. In den Betrieben werden Fragen wie Gebetsräume, Sozialeinrichtungen für rituelle Waschungen, Freizeit für religiöse Feiertage zunehmend thematisiert. Dieses neue, auf den Werten des Grundgesetzes basierende Selbstbewusstsein in der Glaubensausübung führt im betrieblichen Alltag zu Irritationen und Konflikten - insbesondere vor dem Hintergrund einer stark säkularisierten Gesellschaft und dem laizistischen Erfahrungshintergrund des größten Teils der muslimischen Bevölkerung (türkeistämmig).

Das Seminar hat zum einen das Ziel, Basisinformationen über den Islam zu vermitteln, um eine sachliche Diskussion zu ermöglichen. Zum anderen sollen folgende Themen behandelt werden:

Welche besonderen Bedürfnisse haben Muslima und Muslime in der Arbeitswelt? Welche muslimischen Organisationen gibt es in Deutschland? Wie ist das Verhältnis der Gewerkschaften gegenüber muslimischen Kolleginnen und Kollegen? Thematisiert werden auch Deprivationen und Diskriminierungen, die ausländischen Arbeitnehmenden den Zugang zum Arbeitsmarkt erschweren. Es soll der Blick geschärft werden für alltägliche Ungleichbehandlung auf dem Arbeitsmarkt. Die angesprochene Zielgruppe soll über rechtliche und gesellschaftliche Möglichkeiten informiert werden, einer Ungleichbehandlung entgegenzutreten. In den Seminaren soll eine umfassende Multiplikatorinnen/Multiplikatorenausbildung erfolgen.

Ziel ist, Menschen mit Migrationshintergrund/ethnischen Minderheiten eine gleichberechtigte Teilhabe an Ausbildung und Beschäftigung zu ermöglichen. Islam in der Arbeitswelt wird dabei zur Verstärkung interkultureller Kompetenz speziell berücksichtigt.