Formell. Non-formal. Anders.

Ein wenig in der Freizeit am Auto rumgeschraubt und schon ausgebildeter KFZ-Mechatroniker_in? So einfach ist es nicht. Doch es gibt Wege informelle Qualifikationen anerkennen zu lassen.

Welche? Darüber diskutieren wir auf unserer Tagung

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Wendepunkt

Nächstes Jahr wird zum ersten Mal ein umfassendes, globales Abkommen über die Migration entwickelt – der Global Compact on Migration der UN.

Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, erläutert in seinem Kommentar im Forum Migration, warum das zu einem Wendepunkt für die Zukunft der Migration werden kann.

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Gnadenlos

In der EU wird das sogenannte Mobilitätspaket verhandelt. Die Stärkung des Sozialen  werde „gnadenlos der Liberalisierung des Binnenmarktes untergeordnet“, sagte DGB Vorstandsmitglied Stefan Körzell.

Was dahinter steckt? Hier mehr

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Einstellungssache

Sei können den Weg eines Kindes massiv beeinflussen: Lehrerinnen und Lehrer. Eine neue Studie brachte nun Überraschendes zu ihren Einstellungen zu Migrantinnen und Migranten zu Tage.

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Moralisches Unrecht

Ausbeutung bis hin zu sklavenähnlichen Verhältnissen - und das mitten in Europa. Was passiert, wenn die Betroffenen sich wehren: 

Forum Migration

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Monate der Ungewissheit

Die Zahl der Asylanträge von türkischen Staatsangehörigen steigt. Eine von ihnen ist die Generalsekretärin der türkischen Lehrergewerkschaft Egitim Sen, Sakine Yilmaz, die noch im Dezember letzten Jahres einen Gastbeitrag im Forum Migration schrieb.

Sie wartete Monate auf einen Entscheid. Nun liegt er vor.
Mehr im Forum Migration

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Seminar "Islam in der Arbeitswelt" - Module für die Bildungsarbeit

08.12.2005

Beim vorgestellten modularisierten Seminar „Islam in der Arbeitswelt“ handelt es sich um ein frei ausgeschriebenes Programm-Seminar, für das fünf Seminartage zur Verfügung stehen. Es richtet sich an die Zielgruppe der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Betriebs- Migrations- und Flüchtlingsarbeit, Beratungsstellen, Betriebsrätinnen und Betriebsräte, Vertrauensleute, Arbeitsmigrantinnen und -migranten, Wohlfahrtsverbände, Arbeitnehmende und an weitere Interessierte.

Die Zahl der Mitbürgerinnen und Mitbürger islamischen Glaubens hat in den letzten Jahrzehnten stets zugenommen. Der Islam entwickelte sich infolge von Zuwanderung zur viertgrößten Religionsgemeinschaft in Deutschland. Weltweit gehören dem Islam ca. 1,3 Milliarden Menschen an. In Europa geht man von 30-40 Millionen Menschen muslimischen Glaubens aus, in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union von ca. 15 Millionen.

Das Bedürfnis der in Deutschland lebenden Muslima und Muslime, ihren Glauben auszuüben, trifft bei vielen Menschen auf Skepsis. Der Islam wird dabei häufig mit Fundamentalismus und Unterdrückung gleichgesetzt. In der Arbeitswelt wurden zahlreiche praktische Erfahrungen im Zusammenleben gesammelt. Arbeitnehmende muslimischen Glaubens haben sich in die betrieblichen Abläufe eingefügt und ihren Glauben in diesem Rahmen ausgeübt. Mit der dauerhaften Niederlassung rückte nicht nur im Wohnumfeld (z.B. Moscheen) oder beim Umgang mit religiösen Symbolen (z.B. Kopftuch) die Frage der Berücksichtigung ihres Glaubens und der öffentlichen Wahrnehmung ins Blickfeld. In den Betrieben werden Fragen wie Gebetsräume, Sozialeinrichtungen für rituelle Waschungen, Freizeit für religiöse Feiertage zunehmend thematisiert. Dieses neue, auf den Werten des Grundgesetzes basierende Selbstbewusstsein in der Glaubensausübung führt im betrieblichen Alltag zu Irritationen und Konflikten - insbesondere vor dem Hintergrund einer stark säkularisierten Gesellschaft und dem laizistischen Erfahrungshintergrund des größten Teils der muslimischen Bevölkerung (türkeistämmig).

Das Seminar hat zum einen das Ziel, Basisinformationen über den Islam zu vermitteln, um eine sachliche Diskussion zu ermöglichen. Zum anderen sollen folgende Themen behandelt werden:

Welche besonderen Bedürfnisse haben Muslima und Muslime in der Arbeitswelt? Welche muslimischen Organisationen gibt es in Deutschland? Wie ist das Verhältnis der Gewerkschaften gegenüber muslimischen Kolleginnen und Kollegen? Thematisiert werden auch Deprivationen und Diskriminierungen, die ausländischen Arbeitnehmenden den Zugang zum Arbeitsmarkt erschweren. Es soll der Blick geschärft werden für alltägliche Ungleichbehandlung auf dem Arbeitsmarkt. Die angesprochene Zielgruppe soll über rechtliche und gesellschaftliche Möglichkeiten informiert werden, einer Ungleichbehandlung entgegenzutreten. In den Seminaren soll eine umfassende Multiplikatorinnen/Multiplikatorenausbildung erfolgen.

Ziel ist, Menschen mit Migrationshintergrund/ethnischen Minderheiten eine gleichberechtigte Teilhabe an Ausbildung und Beschäftigung zu ermöglichen. Islam in der Arbeitswelt wird dabei zur Verstärkung interkultureller Kompetenz speziell berücksichtigt.