Letztlich geht es um Verteilung

Interview mit Daniel Weber, seit August neuer Leiter des Geschäftsbereichs Migration und Gleichgerechtigung, zur den aktuellen Entwicklungen der gewerkschaftlichen Migrationsdebatte.

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Gute Praxis

Handlungsansätze und Praxisbeispiele aus Betrieben und Verwaltungen zur Integration von Beschäftigten mit Migrationshintergrund zeigt die aktuell bei der Hans Böckler Stiftung erschienen Broschüre in der Reihe "Kurzauswertungen - Betriebs- und Dienstvereinbarungen"

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Arbeitsrechte lassen sich nicht teilen...

... sagt Frank Bsirske in seinem Kommentar im Forum Migration. Er sieht Gewerkschaften vor der Herausforderung, auf die Einhaltung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte für alle Beschäftigten zu drängen – unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus und der Dauer ihren Aufenthalts. 

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An der Grenze zur Sklaverei

In Branchen wie dem Hotel- oder Baugewerbe werden Arbeitskräfte in der EU häufig besonders schwer ausgebeutet. Teils arbeiten sie für Löhne von nur einem Euro pro Stunde, mehr als zwölf Stunden am Tag oder sieben Tage in der Woche. Das ergab eine neue Studie der EU-Grundrechteagentur. 

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Flucht. Asyl. Menschenwürde.

Die frisch erschiene Handreichung des DGB zur Situation von Flüchtlingen in Deutschland. Mit Informationen zur Rechtslage zum Arbeitsmarktzugang von Flüchtlingen.

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Merkblätter für Betriebsräte und Personalräte

Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen - hinter dieser scheinbaren Worthülse verbergen sich konkrete Chancen für Kolleginnen und Kollegen. Wie Betriebs- und Personalräte Beschäftigte bei der Anerkennung unterstützen können, verraten die Merkblätter zum Thema Anerkennung.

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Aus Angst vor dem "Unterschied"

Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund haben es schwer, eine Lehrstelle zu finden. Nach eine aktuellen Studie hat bisher nur jede siebte Ausbildungsbetrieb einen Auszbildenenden mit Migrationshintergrund eingestellt.

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Jetzt mal ganz praktisch

Berufliche Qualifikationen anerkennen lassen? Was klappt, wo gibt es Hürden - auf unserer Tagung kamen Personen zu Wort, die ihre im Ausland erworbenen Qualifikationen anerkennen ließen.

Was sie erlebt haben und was Berater Anerkennungswilligen raten:

Zum Anhören: Podcast zur Tagung

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Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei: Meinungen und Sichtweisen

01.11.2005

 

Jack Straw
(britischer EU-Ratspräsident):
„Wir haben soeben Geschichte geschrieben.“

Abdullah Gül
(türkischer Außenminister):
„Das ist ein Geschenk an die Welt.“

Ursula Plassnick
(österreichische Außenministerin):
„Das war ein europäischer Lernfortschritt und ein österreichischer Achtungserfolg.“

Edmund Stoiber
(bayerischer Ministerpräsident):
„Ich glaube, dass die ergebnisoffenen Verhandlungen es ermöglichen, später zusammen ein Umsteuern der Verhandlungen auf eine andere Kooperation zu erreichen. Die nun begonnenen Verhandlungen stehen unter so strengen Bedingungen, wie sie es noch nie bei Beitrittsverhandlungen gab.“

Günther Verheugen
(stellvertretender EU-Kommissionspräsident, ehemaliger EU-Erweiterungskommissar):
„Wir werden sehen, ob die Türkei bereit ist, die hohen Anforderungen zu erfüllen.“ „Wichtig ist, dass wir eine Politik betreiben, die den Reformern in der Türkei nicht den Boden unter den Füßen wegzieht.“

Olli Rehn
(EU-Erweiterungskommissar):
„Es gibt noch immer viel zu tun, um die europäischen Werte und die europäischen Standards zu erreichen.“

Jose Manuel Barroso
(EU-Kommissionspräsident):
„Die Türkei muss jetzt die Herzen und Köpfe der europäischen Bürger gewinnen. Diese werden es letztlich sein, die über die Mitgliedschaft der Türkei entscheiden.“

Recep Tayyip Erdogan
(Ministerpräsident Türkei):
„Die wirkliche Arbeit hat gerade erst begonnen.“
„Unser Ideal ist es, einen Platz in einer demokratischen, freien und entwickelten Welt zu bekommen. Die EU ist der beste Weg dahin.“

Gerhard Schröder
(Bundeskanzler)
„Mit dem Beginn der Beitrittsverhandlungen löst die EU ein 40 Jahre altes Versprechen ein. Die Verhandlungen werden lang und schwierig werden. Nun muss die Türkei ihren Reformkurs konsequent weiterverfolgen. Die dynamische Türkei ist ein wirtschaftlich attraktiver Partner. Zudem bedeutet eine Türkei, die den Einklang des Islam und der Werte der europäischen Aufklärung beweist, einen enormen Stabilitäts- und Sicherheitszuwachs.“

Joschka Fischer
(Bundesaußenminister):
„Europa hat heute gewonnen.“

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration November 2005" entnommen.