Spendenaktion

Hilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und die Unterstützung bei der Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen - der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützen Flüchtlinge auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit und rufen zu Spenden auf:

Gewerkschaften helfen


 


Foto: Fotolia / © doom.ko

Jetzt anmelden: Tagung ANERKANNT!

In diesem Jahr sollen zahlreiche rechtliche Neuerungen die Möglichkeiten vereinfachen, im Ausland erworbene Qualifikationen anzuerkennen. Doch nach wie vor sind viele Fragen offen. Gelegenheit, sich darüber auszutauschen bietet unsere Tagung im Oktober:

Tagung ANERKANNT!
Gute Praxis für eine Anerkennungskultur in der Arbeitswelt

Foto: © kasto - Fotolia.com

Verbeugung vor den Stammtischen

DGB Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach nannte die Sanktionspläne im Zuge des Integrationsgesetzes eine „Verbeugung vor den Stammtischen“.
Warum? Das lesen Sie hier:

Mehr

Foto: DGB/Jana Stritzke

Zu wenige Migrant_innen

Jeder fünfte Mensch in Deutschland hat Migrationshintergrund - aber in der öffentlichen Verwaltung spiegelt sich dieses Verhältnis nicht wider. Lesen Sie diesen und weitere interessante Artikel in der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters

Forum Migration

Foto: Fotolia / © vege

Letztlich geht es um Verteilung

Interview mit Daniel Weber, Leiter des Geschäftsbereichs Migration und Gleichgerechtigung, zur den aktuellen Entwicklungen der gewerkschaftlichen Migrationsdebatte.

Mehr

Foto: Istock / Yuri

Gute Praxis

Handlungsansätze und Praxisbeispiele aus Betrieben und Verwaltungen zur Integration von Beschäftigten mit Migrationshintergrund zeigt die aktuell bei der Hans Böckler Stiftung erschienen Broschüre in der Reihe "Kurzauswertungen - Betriebs- und Dienstvereinbarungen"

zur Broschüre

Foto: © Ashley van Dyck - Fotolia.com

Merkblätter für Betriebsräte und Personalräte

Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen - hinter dieser scheinbaren Worthülse verbergen sich konkrete Chancen für Kolleginnen und Kollegen. Wie Betriebs- und Personalräte Beschäftigte bei der Anerkennung unterstützen können, verraten die Merkblätter zum Thema Anerkennung.

Zu den Merkblättern

Foto: © storm - Fotolia.com

Islam in der Arbeitswelt: Bericht NRW 2003

30.11.2005

Bericht des Projektes „Islam in der Arbeitswelt“ im Zeitraum 01.01.03 bis 31.12.03

Die stark gewachsene Zahl der in Deutschland lebenden Muslima und Muslime spielt eine besondere Rolle im Alltag und der Arbeitswelt. Arbeitsmigration und Flucht haben im 20. Jahrhundert dazu geführt, dass in Deutschland und der Europäischen Union eine große Zahl Menschen islamischen Glaubens eingewandert sind.

Mit der dauerhaften Niederlassung rückte nicht nur im Wohnumfeld (z.B. Moscheen) oder beim Umgang mit religiösen Symbolen (z.B. Kopftuch) die Frage der Berücksichtigung ihres Glaubens und der öffentlichen Wahrnehmung ins Blickfeld. Die Vorstellungen vom Islam sind bei der Mehrheitsbevölkerung und somit auch dem größten Teil der betrieblichen MultiplikatorInnen (u.a. PersonalsachbearbeiterInnen, Betriebsräte) sehr stark von aktuellen politischen Auseinandersetzungen um politisch instrumentalisierten islamischen Fundamentalismus (vor allem vor dem Hintergrund des 11. September), der täglichen Berichterstattung über wenig ausgeprägte Arbeitnehmer- und Menschenrechte in einigen Ländern mit überwiegend islamischer Bevölkerung und mangelnder Akzeptanz und Toleranz gegenüber religiösen Minderheiten in einigen islamischen Staaten geprägt.

Auch in der Arbeitswelt werden Fragen zunehmend thematisiert. In Betrieben wurden zahlreiche praktische Erfahrungen im Zusammenleben gesammelt. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer muslimischen Glaubens haben sich in die betrieblichen Abläufe eingefügt und ihren Glauben in diesem Rahmen ausgeübt.

Die Verbundenheit zu religiösen Pflichten, die in einer säkularisierten Welt häufig als Privatsache aufgefasst werden, kann im Alltag auf Unverständnis und Schwierigkeiten stoßen. Generell lässt sich jedoch feststellen, dass es trotz einer Vielzahl von Konfliktmöglichkeiten, bis dato zu größeren Konflikten in der Arbeitswelt nicht gekommen ist.

Informationen von MultiplikatorInnen

Aufgrund des bestehenden Informationsdefizits und des hohen Informationsbedarfs in der Arbeitswelt zum Thema Islam wurde vom DGB Bildungswerk, Bereich Migration und Qualifizierung ein fünftägiges Seminar entwickelt, das nicht nur Grundinformationen zum Islam bietet sondern auch auf die Rolle von Gewerkschaften in überwiegend muslimischen Ländern eingeht und über Handlungsmöglichkeiten und Konfliktfelder von Islam in der Arbeitswelt informiert.

Das Seminar „Islam in der Arbeitswelt“ ist so konzipiert, dass es einerseits den AkteurInnen in der Arbeitswelt (Betriebsräte/Personalräte, Personalverantwortliche) Informationen über die besonderen Bedürfnisse von Arbeitnehmenden muslimischen Glaubens vermittelt, sie für Fragen und mögliche interkulturelle Konflikte sensibilisiert und ihnen Handlungsmöglichkeiten für die betriebliche Praxis mit auf den Weg gibt. Andererseits ist es offen für spezielle und aktuelle Themen, die die Teilnehmenden besonders interessieren.

Die Veranstaltung „Islam in der Arbeitswelt“ ist fünftägig und fand im Jahr 2003 zweimal statt. Zu beiden Terminen bestand eine rege Nachfrage nach dem Seminar. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Seminars kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, der Schwerpunkt lag jedoch eindeutig in Nordrhein-Westfalen. Der Anteil männlicher und weiblicher Teilnehmenden war ausgewogen.

Im Einzelnen wurden folgende Themen behandelt 

  • Einführung in die islamischen Glaubensinhalte 
  • Muslimische Organisationen in Deutschland 
  • ArbeitnehmerInnnenrechte und Situation der Gewerkschaften in Staaten mit überwiegend muslimischer Bevölkerung 
  • Muslimische ArbeitnehmerInnen in Deutschland

In den Seminaren kamen verschiedene Methoden wie Referat, Diskussion, brainstorming, Einzel- und Gruppenarbeit etc. zum Einsatz. Die Bewertung der Veranstaltungen durch die Teilnehmenden unter inhaltlichen, methodischen und kommunikationsbezogenen Gesichtspunkten fiel insgesamt sehr positiv aus.