Faire Kontrolle

Ein fairer europäischer Arbeitsmarkt braucht faire Kontrolle, fordert Dr. Norbert Cyrus
von der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) 

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arm gegen arm

Was passiert, wenn arme Menschen gegeneinander ausgespielt werden, ist gerade an der Essener Tafel zu beobachten. Deutsche Sozialverbände und der DGB fordern stattdessen höhere Sozialleistungen für alle.

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Betriebsratswahlen - Gefahr von rechts?

Rechte Kandidat*innen bei der Betriebsratswahl - ist die Aufregung angebracht?

Interview mit Annelie Buntenbach, DGB Bundesvorstand 

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Eins vor, zwei zurück

Wie findet sich Migrationspolitik im Koalitionsvertrag wieder? 

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Globale Sklaverei beenden

25 Millionen Menschen sind weltweit Opfer von Menschenhandel. Neha Misra, Solidarity Center, Washington DC fordert, jetzt zu handeln.

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Obdachlose sollen ausreisen

Zunehmend verweigern Notunterkünfte für Obdachlose EU-Bürger_innen  Hilfe. Hamburg setzt nun noch eins drauf gesetzt - hilfesuchende obdachlose EU-Bürger_innen sollen ausgewiesen werden.

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Kommentar des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes  

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Gewerkschafter im Widerstand gegen den Nationalsozialismus: Ehrung in Sachsenhausen

12.03.2003

In diesem Jahr wurden von der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen bei Oranienburg Gewerkschafter als Gruppe ausgewählt, denen am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Günter Morsch, begründete die Entscheidung damit, dass Opfer aus den Reihen der Gewerkschaften bislang kaum wahrgenommen wurden.

In einer Gedenkfeier im ehemaligen KZ Sachsenhausen sprachen unter anderem der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedmann und der DGB-Vorsitzende Michael Sommer. Er unterstrich: „Die Erinnerung an die Opfer ist icht nur selbstverständliche moralische Pflicht, sondern auch von größter Bedeutung für die heutige, aktuelle Gewerkschaftspolitik.“ Es sei „Pflicht und Schuldigkeit“ der Gewerkschaften, sich um GewerkschafterInnen in diktatorischen und totalitären Regimen zu kümmern und ihnen zu helfen.

Sachsenhausen (März 03)Zuvor hatte Siegfried Mielke, Hochschullehrer am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin ein Forschungsprojekt vorgestellt, mit dem er seit mehreren Jahren gemeinsam mit Studenten arbeitet. Erforscht und zusammengestellt werden die Biografien der in Sachsenhausen inhaftierten Gewerkschafter. Die oft geäußerte Vermutung, dass nicht viele Gewerkschafter den Mut hatten zu widerstehen, werde damit widerlegt. Nach Projektabschluss im Sommer 2004 werden rund 300 Biogafien veröffentlicht sein.

Als Beispiel für die Opfer wurde Lothar Erdmann geehrt. Er war vor dem Verbot der Gewerkschaften Chefredakteur der theoretischen Zeitschrift des ADGB „Die Arbeit“. Er starb 1939, zwölf Tage nach seiner Einlieferung in das KZ Sachsenhausen an den Folgen von Misshandlungen.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv gegen Rassismus März 2003" entnommen.