Moralisches Unrecht

Ausbeutung bis hin zu sklavenähnlichen Verhältnissen - und das mitten in Europa. Was passiert, wenn die Betroffenen sich wehren: 

Forum Migration

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Als Betriebsrat aktiv

Die IG Metall hat sich angeschaut, wer in ihrer Gewerkschaft aktiv ist. Das Ergebnis war überraschend:  

Zum Ergebnis der Studie

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Monate der Ungewissheit

Die Zahl der Asylanträge von türkischen Staatsangehörigen steigt. Eine von ihnen ist die Generalsekretärin der türkischen Lehrergewerkschaft Egitim Sen, Sakine Yilmaz, die noch im Dezember letzten Jahres einen Gastbeitrag im Forum Migration schrieb.

Sie wartete Monate auf einen Entscheid. Nun liegt er vor.
Mehr im Forum Migration

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Vielfältige Teams in der vielfältigen Wirklichkeit

Iva Krtalic, Beauftragte für Integration und interkulturelle Vielfalt beim WDR, geht es darum, Heterogenität in der Belegschaft als Ressource zu verstehen. 

Ihr Kommentar im Forum Migration zur Vielfalt in der Medienlandschaft 

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Suchen Sie sich eine Stelle als Putzkraft

Erfahrene Bauingenieurin war Alla Evlakhova, als sie aus der Ostukraine nach Deutschland kam. Eine gesuchte Fachkraft mit besten Chancen. Oder?

Ihre Geschichte im Forum Migration  

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Wenn von Herkunft auf Täterschaft geschlossen wird

Mit Racial Profiling, also wenn Menschen allein wegen aufgrund ihrer Herkunft kontrolliert werden, gefährden wir unsere Sicherheit, befürchtet  Dr. Andrea Kretschmann Kriminologin, Centre Marc Bloch, Humboldt-Universität Berlin. 

Ihr Kommentar im Forum Migration     

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Nachdenken in der Festung: Die Suche nach anderer Asylpolitik in Europa

01.03.2014

Die Europäische Union benötigt eine neue Asylpolitik. Steigende Flüchtlingszahlen treffen auf verstärkte Abwehrbemühungen und es wird ignoriert, was offensichtlich ist: „Das Asylsystem in Europa funktioniert schon lange nicht mehr.“ Das stellt zumindest Klaus Bade in der ZEIT fest. Immer lauter werden die Forderungen nach einem neuen, vielleicht sogar gerechten Asylsystem.

Dabei gibt es zwei Hauptprobleme: Aufgrund der Abschottungspolitik der EU-Staaten – Asylanträge kann man meist nur auf europäischem Boden stellen und die Visa-Vergabe ist rigide – sind die Flüchtlinge gezwungen sich in die Hände von Schleppern zu begeben und das bedeutet meist, die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer.

Die zweite Frage ist die Frage nach den Kapazitäten und der Lastenverteilung. Liegen die Voraussetzungen vor, haben sich die EU-Staaten dazu verpflichtet, Asyl zu gewähren. Angesichts der Asylzahlen fühlen sich einige Staaten augenscheinlich jedoch nicht mehr verpflichtet oder sind schlichtweg überfordert.

Dies führt unter anderem zu einem stark unterschiedlichen Schutzniveau: Ein afghanischer Flüchtling konnte im Jahr 2012 in Italien davon ausgehen, als Asylbewerber anerkannt zu werden (93,7 %), in Griechenland dagegen standen die Chancen extrem schlecht (6,8 %). Dies geht aus dem Policy Brief „Europäische Flüchtlingspolitik – Wege zu einer fairen Lastenverteilung“ des Sachverständigenrat Migration (SVR) hervor.

Der SVR schlägt ein Mehrfaktorenmodell zur Berechnung der Aufnahmequote für Asylsuchende vor, das sich aus der Wirtschaftskraft (40 %), der Bevölkerung (40 %) und zu geringeren Anteilen aus der Fläche und der Arbeitslosenquote (je 10 %) zusammensetzt.

Man könnte aber auch über eine europäische Variante des Königssteiner Schlüssels – nach dem in Deutschland Spätaussiedler und Asylbewerber auf die Bundesländer verteilt werden – nachdenken. Die Gewichtung setzt sich aus dem Steueraufkommen (zwei Drittel) und der Bevölkerungszahl (ein Drittel) zusammen.

www.svr-migration.de/content/wp-content/uploads/2013/11/ EU-Fluechtlingspolitik-SVR-FB.pdf

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration März 2014" entnommen.