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Film aus Projekt

BRD: 1999

Laufzeit: 111 Min.

VHS-Kassette


FSK: -

Bestand

1 Exemplar

Signaturen

1-04-08-8


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Inhaltsbeschreibung

Interkulturelle Medienarbeit mit Jugendlichen nimmt in der medienpädagogischen Arbeit seit vielen Jahren einen wichtigen Stellenwert ein. Im Rahmen dieser Medienpraxis entstanden zahlreiche Filme und Videos, die das Zusammenleben verschiedener Kulturen thematisieren. Gemeinsamkeiten und Probleme werden in diesen Medienprojekten verdeutlicht und oft auch mittels der Medienarbeit Vorurteile abgebaut. Auf der Videokassette werden verschiedene Formen interkultureller Jugendmedienarbeit an Hand von fünf Beispielen aus 20 Jahren Film- und Videoarbeit mit Jugendlichen vorgestellt:

1."Vlachodeutsch" - 28 Min. - 1980/81 - Der Film entstand im Internationalen Jugendzentrum Haidhausen in München. Im Mittelpunkt des Films steht die Geschichte eines jungen Griechen, der von seinen Eltern nach Deutschland geholt wird. Der Film wurde in einer Zeit gedreht, in der die Aufarbeitung kultureller Unterschiede im Mittelpunkt der interkulturellen Jugendarbeit stand. Das Projekt hatte vor allem zum Ziel, die Diskussion anzuregen, wie mit unterschiedlichen Lebensvorstellungen umgegangen werden kann. Das Ende ist bewusst offen, um ins Gespräch zu kommen. Der Film ist im übrigen zweisprachig: griechisch und deutsch.

2."Zwei Freunde im Keller" - 25 Min. - 1988 - Im Jahre 1988 wurden die Gastarbeiter schon lange nicht mehr ins Land geholt, vielmehr arbeiteten viele als illegale Einwanderer, die weder erwünscht noch geduldet wurden. Der Film "Zwei Freunde im Keller" greift dieses Thema auf und prangert es an. Gezeigt wird die Lebenssituation zweier illegaler Einwanderer, die unter menschenunwürdigen Bedingungen im Keller hausen und ständig Angst haben, entdeckt zu werden.

3."Gemeinsam ist viel leichter" - 0:30 Min. - 1992 - Es ist ein Clip gegen Rechts, dessen Hintergrund die rassistisch motivierten Brandanschläge und Ausschreitungen in den Jahren 1991 und 1992 bilden.

Anfang der 1990er Jahre eskalierte die Gewalt gegenüber "Fremden". Eine Gegenreaktion darauf waren Lichterketten und verstärkte Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit. In diesem Zusammenhang wurden auch einige Videowettbewerbe und Aktionen gegen Rechts ausgeschrieben. Jugendliche sollten durch diese Aktionen angeregt werden, gegenüber Ausländerfeindlichkeit aktiv Position zu beziehen. In diesem Rahmen erschien auch "Gemeinsam ist vieles leichter".

4."Im Land der Steine" - 22 Min. - 1997 - In diesem Film machen junge Kurden sowohl auf ihre Situation hier in Deutschland als auch auf die Unterdrückung und Verfolgung in ihrer Heimat aufmerksam. In erster Linie geht es zwar um das Thema Asyl in der Bundesrepublik, doch steht das gleichrangig neben dem Anliegen für ein befreites Kurdistan.

5."In der Fremde ist der Fremde fremd" - 35 Min - 1996 - Der Film wurde von Jugendlichen der sog. dritten Generation produziert. Sie wurden in Deutschland geboren, sind hier aufgewachsen, viele werden aber nach wie vor als Ausländer behandelt und haben keinen deutschen Pass.
Zu Beginn des Films werden Kindheitserlebnisse filmisch dargestellt. Dann beginnt der dokumentarische Teil des Films. In diesem Teil werden in München geborene Jugendliche mit nicht-deutschen Pässen aus verschiedenen Ländern u. a.  zu Themen wie Heimat, persönliche Identifikation, Ausgrenzung, ihrer persönlichen Kultur sowie ihren lokalen Bezügen befragt.

Inhaltliche Schwerpunkte

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