Lernendes Curriculum: Leben und Arbeiten in kultureller Vielfalt
Jede Person oder Institution ist im Zuge von Globalisierung und Einwanderung mit kultureller Vielfalt konfrontiert. Mit diesem Curriculum tragen wir dazu bei, diese Veränderungsprozesse zu erkennen, sich konstruktiv darauf einzulassen, um sie mit zu gestalten.
In diesem Curriculums sind Inhalte für die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit kultureller Vielfalt in der Praxis von Verwaltungen und Betrieben festgelegt. Damit wird ein Beitrag zu einem sichereren Umgang mit kultureller Vielfalt und zur konzeptionell – planerischen Nutzung dieser Ressource geleistet. Nutzerinnen und Nutzer dieser Angebote werden befähigt, in unterschiedlichen Zusammenhängen von Arbeit (Betrieben, Verwaltungen, Bildungseinrichtungen, Gemeinwesen usw.) vermittelnd, beratend und konzeptionell tätig zu sein. Sie werden sicherer in kulturellen Überschneidungssituationen und können produktiv mit kultureller Vielfalt umgehen. Die Eigenkompetenz zur Bewältigung von Konflikten wird gestärkt. Der Umgang mit kultureller Vielfalt bildet den Kern dieses Qualifizierungskonzeptes. Ihre Beschreibung ist die Grundlage für verschiedene anwendungsorientierte Lernfelder. Die Anwendungsorientierung ergibt sich aus den Anforderungen der Praxis in Betrieben und Verwaltungen.
Das Curriculum „Leben und Arbeiten in Vielfalt“ ist ein lernendes und lebendiges System auf der Basis von Lernzielen. Lernend im Sinne des Aufnehmens aktueller gesellschaftlicher Veränderungen und der sich daraus ergebenden Anforderungen, lebendig durch das Einbringen neuer Ideen und Theorien in das Curriculum, erweiterungsfähig durch Lernfelder und Module sowie anpassungsfähig aufgrund von Erfahrungen aus der praktischen Anwendung. Es ist eine Arbeitsversion, da einige Teile weiterhin in Bearbeitung sind.
Die Inhalte sind in 9 Lernfelder aufgeteilt, die in kleine Lerneinheiten – Module – differenziert werden. Sie sind ein Angebot, das auf unterschiedliche Bedarfe hin ausgerichtet und zusammengestellt werden kann. D.h., die Module müssen nicht in der Reihenfolge des Curriculums belegt werden. Grundlagenlernfelder sind die Handlungsfelder „Kultur“ und „Ethik/ Werte, weil sie die Basis für die Erlangung grundlegender Kompetenzen für den Umgang mit kultureller Vielfalt legen. Sie haben ihrerseits Auswirkungen auf und Schnittmengen mit anderen Handlungsfedern. Migration wird, wie z.B. auch regionale, soziale und religiöse Hintergründe, somit als ein Teil kultureller Vielfalt in Deutschland verstanden.
Das jeweilige Angebot richtet sich nach den spezifischen Gegebenheiten des Arbeitsfeldes, sowie den Wünschen des Auftraggebers und wird teilnehmendenorientiert geplant. Dieses modulare System bietet einerseits ein notwendiges Grundwissen und macht andererseits verschiedene Angebote möglich, über die einzelne Berufsgruppen gezielt angesprochen werden. Falls Sie Interesse an einer passgenauen Entwicklung einer Fortbildung aus den Modulen des Curriculums haben, steht Ihnen das Interkulturelle Kompetenzzentrum gerne zur Verfügung.
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