Faire Kontrolle

Ein fairer europäischer Arbeitsmarkt braucht faire Kontrolle, fordert Dr. Norbert Cyrus
von der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) 

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arm gegen arm

Was passiert, wenn arme Menschen gegeneinander ausgespielt werden, ist gerade an der Essener Tafel zu beobachten. Deutsche Sozialverbände und der DGB fordern stattdessen höhere Sozialleistungen für alle.

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Betriebsratswahlen - Gefahr von rechts?

Rechte Kandidat*innen bei der Betriebsratswahl - ist die Aufregung angebracht?

Interview mit Annelie Buntenbach, DGB Bundesvorstand 

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Eins vor, zwei zurück

Wie findet sich Migrationspolitik im Koalitionsvertrag wieder? 

Interview mit Daniel Weber, DGB Bildungswerk 

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Globale Sklaverei beenden

25 Millionen Menschen sind weltweit Opfer von Menschenhandel. Neha Misra, Solidarity Center, Washington DC fordert, jetzt zu handeln.

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Obdachlose sollen ausreisen

Zunehmend verweigern Notunterkünfte für Obdachlose EU-Bürger_innen  Hilfe. Hamburg setzt nun noch eins drauf gesetzt - hilfesuchende obdachlose EU-Bürger_innen sollen ausgewiesen werden.

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Kommentar des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes  

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Ausbildung

Die Ausbildungssituation für Jugendliche ausländischer Herkunft verschlechtert sich. Es gilt Ursachenforschung zu betreiben und Maßnahmen zur Umkehrung der Entwicklung zu ergreifen.

Eine berufliche Ausbildung ist und bleibt die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben. Das gilt für Jugendliche deutscher und ausländischer Herkunft gleichermaßen. Die Chancen der ausländischen Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind allerdings deutlich geringer.

Die Zahl der Auszubildenden ausländischer Herkunft ist seit 1995 rückläufig. Der Berufsbildungsbericht 2000 weist für das Jahr 1998 eine Zahl von 104.058 aus. Auch die Ausbildungsquote ist wieder unter 38 % (deutsche Jugendliche: 65,9 %) gefallen. 1995 lag die Quote noch bei 41 % bei den ausländischen und 64 % bei den deutschen Jugendlichen.

Die Erklärungsansätze sind vielfältig: Ein nach wie vor zentrales Problem ist die Sprachkompetenz. Die Schulen sind nicht auf einen Unterricht mit Kindern vorbereitet, die Deutsch als Zweitsprache sprechen. Vergessen werden die prekäre Gesamtsituation und der Rückgang an industriellen Ausbildungsplätzen sowie die gestiegenen Anforderungen der Unternehmen, die vielen AbsolventInnen der Hauptschulen Probleme bereiten. Vergessen werden auch Diskriminierungen aufgrund der Herkunft.

Der DGB und seine Gewerkschaften fordern neben der Lösung der generellen Ausbildungsplatzprobleme, besondere Maßnahmen für Jugendliche ausländischer Herkunft. Auf Initiative des DGB und der Bundesausländerbeauftragen wurde im Rahmen des Bündnisses für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit am 26. Juni 2000 ein Aktionsprogramm „Aus- und Weiterbildung von jungen Migrantinnen und Migranten“ verabschiedet. Darin enthalten ist z.B. die Zusage der Bundesregierung, die Zahl der Ausbildungsstellen für Migrantenjugendliche im öffentlichen Dienst deutlich zu erhöhen. Daneben sollen Maßnahmen zur Förderung der Berufsfähigkeit und zur zielgruppenspezifischen Berufsberatung durchgeführt werden. Mit der Umsetzung des Aktionsprogramms ist im Jahr 2000 begonnen worden.